Albumcheck | A Joyful Noise von Gossip

Der Song „Heavy Cross“ ist zur eigentlichen Hymne der amerikanischen Band rund um Beth Ditto geworden und genau daran werden sie immer gemessen werden. Ihr viertes Studioalbum Music For Men erreichte die Top Ten der Media Control Charts und verkaufte sich alleine in Deutschland bis dato mehr als 400.000 (!) Mal, was Doppelplatinstatus bedeutet. 

Nun legen sie mit „A Joyful Noise“ ihr fünftes (also eigentlich achtes) Werk vor. Einen musikalischen Meilenstein darf man leider nicht erwarten. Zwar finden sich schöne Popsongs auf dem Longplayer wieder, doch die Tracks haben den leichten Hauch von seichter Radiomusik. Der erste Hörwaschgang enttäuscht also. 

Ihrem Indie-Pop-Rock-Stil, der mit elektronischen Elementen gepaart ist und mit eingängigen Melodien glänzt, ist die Band zwar treu geblieben, jedoch fehlt das Salz in der Suppe. Vielleicht wollte man bei dem Album „A Joyful Noise“ einfach auf Nummer sicher gehen.

Trotz des starken Openers „Melody Emergency“ lässt die Platte die gewohnte freche und rockige Intensität vermissen. So wirkt das Scheibchen häufig zu überproduziert und zu rundgeschliffen. Zuviel Pop, der auf Dauer schnell langweilig werden kann. Sicherlich dürfen wir einige Single-Auskopplungen erwarten und der Longplayer wird seine Käufer finden.

Das Werk ist nicht schlecht, aber auch nicht herausragend.

 

1 Comment

  1. CD-Review: Gossip - A Joyful Noise sagt:

    Unsere Redaktion kommt zu einer ähnlichen Meinung zum Album. Wir finden, dass nur wenige Songs von „A Joyful Noise“ wirklich hängen bleiben. Der größte Teil ist schnell vergessen. Gossip-Frontfrau Beth Ditto kann auch unserer Ansicht nach dieses Mal nicht durchgängig bestätigen, welches Gesangstalent in ihr steckt.
    Den Opener “Melody Emergency” fanden wir gar nicht so gelungen. Unsere Anspieltipps sind hier die Titel „Casualties Of War“, „Get Lost“ und „Picture Perfect World“. Die Single hat sich im Radio schon einige Wochen eingebrannt und das finden wir auch gut so.

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