Konzertcheck | 30 Seconds To Mars in der Lanxess Arena

© Virgin EMI

In Köln scheinen es die Bewohner nicht gerade sehr eilig zu haben. Diesen Eindruck könnte man zumindest erhalten, wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt und dann auf der Rolltreppe erkennen muss, dass in der Stadt am Rhein die Uhren anders ticken. Rechts stehen und links gehen scheinen wohl Fremdwörter zu sein. Dennoch bin ich rechtzeitig an der Lanxess Arena angekommen, wo einem die „professionellen“ Händler mit: „Wer braucht noch eine Karte“ so ziemlich nervten. Aber da muss man halt durch. Und für diejenigen, die noch keine Eintrittskarte für das 30 Seconds To Mars bekommen hatten, sind solche Angebote sicherlich sehr hilfreich.

Vor der Arena war für ausreichend Essen & Trinken gesorgt, so dass man sich dort noch einige Zeit aufhalten konnte. Schließlich war die Schlange am Einlass ziemlich lang und ins Gedränge wollte ich mich auch nicht unbedingt stürzen. Nachdem ich mich doch entschlossen hatte hineinzugehen, begab ich mich auf meinen Platz. Leider musste ich feststellen, dass die Vorband nicht gerade sehr „ohrenfreundlich“ war. Ähnlich erging es mir mit der zweiten Vorband.

Um zirka 21.20 Uhr betraten die Jungs von 30 Seconds To Mars, nach einem eindrucksvollen Schlagzeugsolo von Shannon Leto, die Bühne. Als das erste Lied anspielte und man den Sänger Jared Leto kaum verstehen konnte, war ich bestürzt. Im weiteren Verlauf des Konzertes kam es hin und wieder schon vor, dass die Akustik nicht sonderlich gut war. Die Zuschauer waren direkt Feuer und Flamme. Die Ränge standen sofort von ihren Plätzen auf. Sie klatschten, tobten und sangen sich die Kehle aus dem Leib. Neben den üblichen Rocksongs gab der Sänger auf einer gesonderten Bühne an der PA seine akustischen Songs zum Besten.

Als Jared danach am Rande des Innenraums zu den Tribünen lief, um dort weiterzusingen, schienen seine Bodyguards ziemlich viel zu tun zu haben. Jared hat eine richtig gute Show abgeliefert und konnte das Publikum in seinen Bann ziehen. Eine dementsprechende Zugabe gab es nicht. Nachdem die Jungs ihre erste Show beendet hatten, projizierte man das Video „Hurricane“ in voller Länge.

Natürlich kamen 30 Seconds To Mars und gaben ihre „Zugabe“. Der Frontmann nahm ein Mädel mit auf die Bühne, die zugleich anfing zu weinen, weil sie so glücklich war. Wie sie selbst auch sagte. Immer mehr Fans wurden auf die Bühne gelassen, um in das letzte Lied „Kings and Queens“ einzustimmen.

Nach rund 1,5 Stunden war der Spuk vorbei. Sicherlich hätte man sich ein paar Minuten mehr gewünscht. Abschließend bleibt zu sage, dass die Show wirklich super war.

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