Albumcheck | Motörhead: Under Cöver

Motörhead: Under Cöver

Motörhead: Under Cöver

Manch einer mag es Leichenfledderei nennen, die posthume Veröffentlichung von Aufnahmen. Aber zum einen wäre es schade drum, zum zweiten hat man dann die Sammlung komplett, und drittens ist Lemmy eh unsterblich.

Am 1. September 2017 kommt „Under Cöver“ heraus, eine Sammlung mit elf von Motörhead gecoverten Titeln. Die meisten dürften bereits bekannt sein, aber ein Stück ist sozusagen neu: „Heroes“ von David Bowie. Eine der letzten Aufnahmen von Motörhead und stilistisch fast irriterend:

Weniger rabiat als gewohnt. Und Lemmy singt sogar, was er ja in der Vergangenheit nur sehr selten getan hatte. Jedenfalls in der Form.

Die restlichen Titel sind bekannt und teilweise schon recht lange veröffentlicht. Die Zusammenstellung gefällt, obgleich ich finde, dass „Enter Sandman“ (Metallica) noch dazugehört hätte. Dennoch ist es recht nett, die Coverversionen nochmal separat zu haben, sollte man auf die Idee kommen, sie mit den Originalen unter musikwissenschaftlichen Gesichtspunkten zu vergleichen.

Nicht?

Kann man auch so hören. Ist auch sehr interessant, was Motörhead mit nicht selbst komponierten Werken machen, vor allem unter musikwissenschaftlichen Gesichtspunkten.

Nicht?

Vielleicht, weil die Zusammenstellung einfach so interessant ist, weil sehr verschiedene Stücke sehr verschiedener Musiker motörisiert wurden.

Vielleicht auch, weil diese Scheibe einfach Spaß macht.

Vielleicht auch, weil Lemmy es so gewollt hätte!

Also, vormerken. 1. September.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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