Albumcheck | One More Light von Linkin Park

Okay. Das neue Linkin Park Album „One More Light“ ist mal wieder ein sehr ungewöhnliches Werk. Das sind wir aber von der US-amerikanischen Band aus Los Angeles schon gewohnt.

Blicken wir aber zurück:

Ihr erstes Album ‘Hybrid Theory‘ ist in den USA das meistverkaufte Album dieses Jahrhunderts und hat Diamanten-Status (10 Millionen). Die Band hat bislang 2 Grammy Awards, 5 American Music Awards, 4 ECHOs, 4 MTV VMA Awards, 10 MTV Europe Music Awards und 3 World Music Awards gewonnen. Sie haben rund um die Welt Stadien ausverkauft und waren Headliner bei einigen der größten Musikfestivals, darunter Rock am Ring in Deutschland, Download und Reading & Leeds im UK.

Ein Blick aufs Album:

Es gibt immer Fans die motzen. Soviel ist sicher. Man hört Aussagen wie: „Früher waren die aber besser“, „Das ist mir alles zu poppig“, „Die machen nur noch auf Mainstream“ usw.

Dabei bleibt anzumerken, dass sich Musiker im Laufe ihrer Karriere verändern und neu erfinden. Das beste Beispiel dafür ist der leider viel zu früh verstorbene David Bowie. Damit möchte ich nicht Bowie mit Linkin Park vergleichen. Je vielfältiger sich Künstler entwickeln können, desto qualitativ hochwertiger kann die Musik werden. Was den jungen Leuten gefällt, kann auch den Personen älteren Semesters gefallen. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass Musik grenzenlos sein kann. Es ist also nichts schlechtes, wenn sich manches nicht mehr so anhört wie früher.

Und ebenso ergeht es diesem Longplayer, der 11 Songs beheimatet. Zwar ist die erste Singleauskopplung „Heavy“ feta. Kiiara sehr balladig, bietet jedoch Ohrwurmcharakter. Und die Tracks „Good good bye“ und „Talking to myself“ erinnern sehr wohl an „alte Zeiten a la Linkin Park“. Ebenfalls ein super Titel ist „Invisible“, der abgeht wie „Schmitzkatze“.

Besonders überraschend auf diesem Album ist „Sharp Edges“. Hier zeigt die Band eine Seite, die ich noch gar nicht kannte. Man hat sich hier auf schicke Folkmusik eingelassen. Ein solches Album würde noch in der Sammlung fehlen.

Fazit: Wieder ein schönes experimentelles Werk. Danke dafür!

Veröffentlicht am 19. Mai 2017 bei Warner Music

10 von 10 Stars

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Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

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