Albumcheck | The Ride von Nelly Furtado

Es ist ewig her, dass ich das letzte Nelly Furtado Album in den Händen hielt und auch auf die Ohren bekam. Das war im Jahr 2003 und der Longplayer hieß „Folklore“. Nun, ganze 14 Jahre später veröffentlichte die kanadische Sängerin ihr neues Werk „The Ride“ über ihr eigenes Label Nelstar Entertainment.

Als erste Singleauskopplung wurde der Song „Pipe Dreams“ ausgewählt, welcher bereits im November 2016 auf Soundcloud veröffentlicht wurde. Insgesamt beheimatet der Longplayer 12 Songs. In der Deluxe Version auf Vinyl sind sogar 15 Tracks vertreten.

Den Timbaland-Sound hat Nelly komplett abgelegt und setzt sich mit ihrer eigenen künstlerischen Arbeit auseinander. Ihre Klangexperimente sind voller Stilbrüche und Überraschungen.

„Sticks and Stones“ besticht beispielsweise durch seine elektronische Leichtigkeit. Wohingegen Nelly bei „Magic“ ganz verspielt wirkt und mit „Pipe Dreams“ auch einen ruhigen und nachdenklichen Songs auf die Scheibe gepackt hat. Besonders schick auch „Phoenix“, den man rauf und runter laufen lassen könnte.

Eine künstlerische Weiterentwicklung ist klar zu erkennen. Bei „The Ride“ handelt es sich um ein solides Album, welches von einer erwachsenen Nelly Furtado zeugt. Gut gemacht.

8 von 10 Stars

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐⭐

Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

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