Albumcheck | Guten Morgen Freiheit von Yvonne Catterfeld

Zu Yvonne Catterfeld ist eigentlich bereits alles gesagt worden, was gesagt werden musste. Lassen sich doch musikalischen Anfänge der Erfurterin bis auf die 2000er Jahre zurückverfolgen und hatte sich die Künstlerin nicht zuletzt auf ihre schauspielerische Karriere konzentriert, war es auf einmal wieder ruhiger um sie geworden.

Im Jahr 2010 erfolgte dann die Veröffentlichung des jazzigen Longplayers „Blau im Blau“, welches mich total begeisterte. Dies war die erste Wandlung von Catterfeld, die sich damit auch ein wenig von ihrem „Teenie-Image“ löste und aufzeigte, dass sie auch ganz anders kann. Wieder entzog sich die Sängerin etwas aus dem  Rampenlicht zurück.

Doch ihre Rückkehr leitete sie ein und diesmal mit Pauken und Trompeten. Die Sendung „Sing mein Song“ überzeugte Millionen Zuschauer. Ihr neues Album „Lieber so“ schlug ein wie eine Bombe. Noch dazu kamen weitere Veränderungen. Sie trennte sich vom Management und vom Label, um fortan eigene Wege zu gehen und mehr künstlerische Freiheit zu erlangen.

Gut, das ist an sich nicht neues und wie man es auch von anderen Künstlern kennt, kommt nach dem eigenen Label auch immer ein neues Album.  Und dies wurde nun unter dem Namen „Guten Morgen Freiheit“ veröffentlicht.

Wir haben uns die Scheibe in der Vorabversion auf die Ohren gegeben und sind begeistert. Der Longplayer enthält 14 Tracks, welche allesamt wirklich sehr schick arrangiert sind. Neben fröhlichen Gute-Laune-Songs, gespickt mit schicken Raggae-Sounds hört man zarten, aber ehrlich gemeinte Pop-Klänge, die unter anderem mit klangvollen HipHop-Beats verschwurbelt sind.

Textlich bewegt sich Yvonne mal melancholisch, mal kritisch und mal euphorisch. Sie behandelt Themen wie Liebe sowie gesellschaftskritische Inhalte. Stimmlich präsentiert sich die Künstlerin wie gewohnt in starker Manier.

Ganz einfach ein ganz tolles Album. Tiefsinnig und dennoch fröhlich. Passt!

8 von 10 Stars

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Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

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