Albumcheck | Ballett 3 & 4 von Klaus Schulze

Das Album Ballett 3 & 4 ist vom Label MIC-Music GmbH 2017 herausgekommen.

Der Künstler hat einen Weg gefunden sich in der Musik im Ballettbereich auszudrücken, damit verschiedene Figuren auf der Bühne umgesetzt werden können.

Klaus Schulze ist vom Schlagzeug zur elektronischen Musik durch den Bau von Moog-Synthesizern von Dr. Robert „Bob“ Moog im Jahre 1963 gekommen. Auf die Frage, was er geworden wäre, gäbe es die Synthesizer nicht, meint er vielleicht Kirchenorganist. Er meint es sei Weihnachten hoch zehn gewesen, als er seinen ersten Synthesizer hatte. Versuche akustische Instrumente anders klingen zu lassen hat er unternommen – bis dahin. Er hat seinen Musikgeschmack in den End-60-igern umgekrempelt. Die Anfänge begreift er als eine Art Lehrzeit, um den Takt zu finden. Er sieht elektronischer Musik voller Sinnlichkeit.

Er beschreibt seine Musik. Als Ausgangspunkt hat er einen physischen und evtl. spielerischen Ursprung. Damit läßt er seine Sessionen grooven und wirken. Er ist vom Gruppenspiel ausgebrochen zu einem Solo-Artist. Diskussionen über die Songs in der Gruppe, davon hat er genug.

Die Anfänge der 60-iger und 70-iger Jahre klingen spirituell. Er gründete die „Berliner Schule“ der Elektro-Musik. Er hat seinen Weg gefunden, heraus aus englischsprachiger Musik, weg vom Schlagzeug und Gitarren. Er ist zum richtigen Zeitpunkt aufs Pferd aufgesprungen. Manchmal muss man etwas aus dem Bauch heraus starten. Bei Ihm hat es funktioniert, ohne Vorbilder dafür zu haben, nur mit der Einstellung rein elektronische Musik in der Zeit zu machen. Er begreift sich als modernen Klassiker und hat seinen Karrierestart durch den Umweg in Frankreich gemacht. Bis seine Tracks bei einem englischen Label waren und die Songs Stück für Stück in Deutschland akzeptiert wurden.

Seine Musik braucht Zeit für seine Musik.

Über das Album:
Er hat es für seine Mutter geschrieben, die Tänzerin war und in der Mailänder „Scala“ getanzt hatte. Dadurch, dass Sie geheiratet hatte, hat Sie Ihre Karriere schon mit 19 Jahren abgebrochen. Und sich um Herd und Familie gekümmert. Die Mutter des Künstlers hat Ihm die Ballettmusik näher gebracht. Andere Ballett-Produktionen von Klaus Schulze waren „Audentity“. 1988 ist er Ehrengast bei der Premiere der Elisa Monte Dance Company in New York. Live-Musiker war er auf der „Stahlsinfonie“ der „Ars Electronica in Linz 1980. Seine Live-Shows sind nicht so spektakulär wie die seiner Kollegen wie z.B. Jean Michel Jarre.

Im neuen Album sind die konventionellen Instrumente wie Oboe, Cello eingespielt worden und mit seinem Syntesisser zu einer Einheit verschmolzen.

Album: Ballett 3 & 4
Artist: Klaus Schulze
Label: MIC-Music GmbH
VÖ: 2017
Stil: Elektro-Ballett
Wertung: 10 von 10

Walter Müller
Walter Müller
Sein Moto: Musik ist Kunst in Melodien und Noten ausgedrückt. Neue Ideen so frisch wie Noten, so bunt wie ein Blumenstrauß, Hörklänge unterschiedlichster Art. Er hört gerne Musik unterschiedlicher Themen, bunt gemischt von politisch, bis Beziehungssongs oder weis ich was.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.