Albumcheck | Oxygene Trilogy von Jean-Michel Jarre

Jean-Michel Jarre ist einer der Pioniere, die über den Zeitraum der letzten vier Jahrzehnte die Geschichte der elektronischen Musik maßgeblich beeinflusst haben — sein Durchbruch gelang ihm 1976 mit der Veröffentlichung seines legendären Albums OXYGENE. Mit bislang weltweit mehr als 80 Millionen verkaufter Alben, verbeugen sich sowohl Musiker als auch etliche angesagte DJs regelmäßig vor Jarres innovativer Kraft und seinem Einfluss. Insbesondere OXYGENE wird dabei oft als das Album schlechthin genannt, das für Jarres Kollegen und Bewunderer alles änderte.

OXYGENE war zweifellos einer der größten Beschleuniger für die Elektronische Musik. Part 1-6 überwand kompositorische und produktionstechnische Hürden und bot einzigartige neue Sounds. Rückblickend bereitete es der Elektronischen Musik maßgeblich den Weg zu ihrem heutigen Status als populärstes Genre aller Zeiten.

Nachdem das erste OXYGENE-Album 1977 veröffentlicht worden war, folgte 1997 OXYGENE 2. Am 02. Dezember 2016 erscheint nun das abschließende Kapitel der OXYGENE-Trilogie. OXYGENE 3 markiert nicht nur das 40. Jubiläum des zeitlosen Klassikers. Die brandneu komponierte Einspielung soll offiziell auch das letzte Album der bahnbrechende Alben-Trilogie bleiben.

So wie seine beiden Vorgänger-Alben ist auch OXYGENE 3 ein 40 Minuten umfassendes, kontinuierlich-durchgehend konzipiertes Meisterwerk, das die Möglichkeiten der Elektronischen Klaviatur in Bestform präsentiert. Dabei ließ sich Jarre nicht etwa vom Rückblick inspirieren. Viel mehr ging es ihm darum, seinem Kult-Werk neue Kapitel aus heutiger Sicht zuzufügen. Für den hochmodernen Aufnahmeprozess bediente sich Jarre sowohl klassischer wie auch zeitgemäßer Arten der Musikproduktion.

„OXYGENE 17 ist die erste offizielle Single und der erste bewusst fröhlich klingende Moment des Albums. Ich war einem Groove auf der Spur, der einen eigenen melodischen Ansatz hat. Außerdem wollte ich mit diesem Groove einen spacigen Trip mit minimalistischen Drums erschaffen. Das ist alles, worum es auf OXYGENE geht. Es geht um diesen Trip. Was OXYGENE unterscheidbar machte und immer noch macht, rührt vermutlich aus der Entscheidung her, dass ein wichtiger Teil des Sounds weißes Rauschen ist, das eine vage, schemenhafte Atmosphäre schafft. Es ist irgendwie ironisch, wenn man sich daran erinnert, dass alle anderen damals davon besessen waren, das Signal-Stör-Verhältnis zu verbessern, während ich reichlich Rauschstörungen als Teil meiner Musik verstand.“ – Jean-Michel Jarre

Fazit: Oxygene ist ein absoluter Klassiker und wird wahrscheinlich in 500 Jahren noch rauf und runter gespielt werden. Damit hat sich Jean-Michel Jarre unsterblich gemacht. Eine gelungene Synthese zwischen dem guten alten analogen Oxygene-Sound und der „Modernen“ neuen Version. Glasklare 10 Sterne Wertung und Tipp der Redaktion.

Jean-Michel Jarre – Oxygene

Micha
Micha
Sieht Albumcheck doch etwas mathematischer als alle anderen. Kommt eigentlich aus dem Börsengeschäft und sieht seine Mitarbeit an Albumcheck doch eher als Hobby an. Ist musikalisch von Joy Division und New Order geschädigt. Hört Hörbücher, weil es einfach praktischer ist. Ist ein Kind der 80er, worum ihn viele der jüngeren Generation beneiden.

2 Comments

  1. Sarah Koppich sagt:

    Geiles Album!
    liebe grüße, sarah!

  2. Felix Metzger sagt:

    Hammer Teil!!
    Grüße
    Felix:)

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