Albumcheck | „Live at Rockpalast – Cologne 1980“ von Asward

Das Album Live At Rockpalast – Cologne 1980 ist von der Plattenfirma Rockpalast am 25.11.2016 herausgekommen.

Der Bandname stammt vom arabischen Wort Aswad – Schwarz. Möglicherweise hat es eine Tradition, dass die Engländer keine Ausländer mögen. Bereits im in den 80-iger Jahren hat es im Land gegärt. Das neue Album zeigt die Band in Ihrer Blütezeit zum Aufstieg.

Vergleicht der Hörer die Situation in den 80-igern in England mit der Nachkriegszeit in Deutschland wird klar, dass in Deutschland viele Amerikaner das Land besetzt hatten. In England herrscht in den 80-igern eine Art Bürgerkrieg zwischen Inländern und Ausländern. Krawalle waren an der Tagesordnung. Jamaikaner, Inder und Asiaten kamen scharenweise ins Land. Und damit mehr Kriminelle.

Die Situation der Jamaikaner in England wird mit dem Film ROCKPALAST gezeigt. Dieser kommt nach dem Asward-Konzertjahr in die Kinos. Durch den Film, in dem aufgezeigt wird, mit welchen Problemen das Land konfrontiert wird, ist der Reggae in Mode gekommen. Es entstanden Queerdenker. Da die Konfrontationen in der Zeit zunahmen, hat die BBC beschlossen sich aus dem Film Babylon zurückzuziehen.

Wie entstand die Band?

1974 in der Nähe von Ladbroke Grove hat sich die Band zusammengetan.
Brinsley Forde (aus Guyana) (im Film Hauptdarsteller. Bei der Band vordergründiger Sänger. Mit dabei Schlagzeuger Angus Gaye (früher Drummie Zeb) und drei weitere Artisten. Nach der Bandgründung war die Band unter Vertrag mit Island Records. Die Band bezeichnete sich im zweiten Album (Hulet) als „Sons Of criminals“. Danach folgte der Name Babylon (1980), durch den Soundtrack Warrior Charge und das Label Rockpalast. Durch ein weiteres Cover („Give A Little Love“ von Albert Hammond)haben viele Fans Ihr den Rücken gekehrt, da die Band in den Mainstream ging. Weitere Alben danach ging es für die Band als 2-Mann Band weiter, der Name blieb, und ein kleiner Hit stellte sich ein („Shine“). 2013 hat die Band versucht, die alten Zeiten aufleben zu lassen mit der Produktion „Urban Jugle“, die nicht beachtet wurde.

Auftritte

Beim WDR im Studio-B wurde für Rockpalast aufgezeichnet. Die Artisten waren dort noch in der Punky Reggae Party Band (London). Der Bob Marley Song ist von Lee Perry 1977 kundgemacht worden. Drummie Zeb (zu der Zeit 18 Jahre) war der Schlagzeuger. Zu Konzerten zum Debütalbum ist die Band Asward mit Eddie & The Hot Rods 1976 getourt. Im darauffolgenden Jahr war Asward die Backingband von Burning Spear und im Livemitschnitt vom Londoner Rainbow. 1980 unter dem Label Rockpalast, hat sich die Band als pan-afrikanische „Rebel Souls“ gesehen. Der erste Titel war der Song „Only Jah children play reggae music this way!“ Dieser Song war bis dorthin noch nicht auf einem Album. 1982 ist die Band mit einem Bläsersatz aufgetreten beim Glastonbury Festival. Der nächste Konzertmitschnitt war der „Live And Direct“ Mitschnitt beim Notting Hill Carnival. Die Band ist inzwischen gewachsen und präsentiert sich 1983 als gereift.

Die Alben

Eingespielt haben sich Drummie Zeb, Tony Gad Robinson (Bassist) und Brinsley Forde als Trio in den Alben „New Chapter“ aus dem Jahr 1981 und „Not Satisfied“ von 1982. Mit dem Coversong „von Albert Hammond „Give A Little Love“ hatte die Band den Ruf einer millitanten Reggae-Band.

1986 ist „To The Top“ auf den Markt gekommen Dennis Brown, Hugh Masekela und Maxi Priest als Gäste. Es zeigte Entwicklungen in Richtung Pop.

1988 kam das Cover „“Don´ t Turn Around“ (Albert Hammond Komposition) heraus. Dadurch gelang es internationalen Erfolg zu erlangen.

Die Situation

Aufgrund des Thatcherismus, der in groben Zügen nicht in die Wirtschaftspolitik aus staatlicher Seite eingreift, und eine autonome Zivilgesellschaft anstrebt, hat sich die Band als Gegenbewegung gesehen. Die Band hat sich mit anderen Bands zusammengeschlossen, wie den Bands Steel Pulse, Matumbi, und der Koalition der britischen Underdogs. Um gegen diese Richtung Musik zu machen, möglicherweise so Menschen darauf aufmerksam zu machen. Die Offbeat-Revolte zeigte das deutsche und englische Fernsehen im Jahr1978. Eine Dokumentation eines deutschen Filmemachers.

Die Spielart

Am Beispiel des Anfangssongs: „Only Jah children play Reggae music this way!“
Der Trommler versteht sein Handwerk und legt einige mächtige Solo-Passagen in den Songs hin. Die Spielart entwickelt sich in einer Art Dubstep, mit einer enormen Energie. Der Song führt zu einer Klage, die vierstimmig ist. Einem zerstörerischen Echo-Inferno, mit den Aussagen: „They want to execute political systems on I and I.“

Album: Live at Rockpalast – Cologne 1980
Artist: Asward
VÖ: 25.11.2016
Genre: Reggae
Vertrieb: Indigo
Label: Rockpalast
Wertung: 8 von 10

Walter Müller
Walter Müller
Sein Moto: Musik ist Kunst in Melodien und Noten ausgedrückt. Neue Ideen so frisch wie Noten, so bunt wie ein Blumenstrauß, Hörklänge unterschiedlichster Art. Er hört gerne Musik unterschiedlicher Themen, bunt gemischt von politisch, bis Beziehungssongs oder weis ich was.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.