Albumcheck | Joanne von Lady Gaga

Das Heimlabel Universal Music hat unter der Anleitung von Lady Gaga den Longplayer „Joanne“ auf den Markt gebracht. Und bereits im Vorfeld sorgte der Longplayer für Furore. Waren zahlreiche Fans von dem letzten Album etwas enttäuscht, kann man sich dem der aktuellen Scheibe getrost zurücklehnen und genießen.

Die beiden ersten Songs „Diamond Heart“ und „A-Yo“ hauen schon mal richtig rein und lassen die Fetzen fliegen. Zumindest bleibt kein Tanzbein stehen. Und vor allen Dingen: Die Songs haben Niveau. Obwohl Massentauglich produziert, sind die Tracks lebendig und facettenreich. Mit dem nachfolgenden Titeltrack folgt eine ruhige Ballade, die schon sehr nach Folk riecht.

„John Wayne“ und „Perfect Illusion“ klingen frisch und neu. Besonders einfallsreich und musikalisch richtungswechselnd zeigt Lady Gaga mit „A Million Reasons“, „Sinner’s Prayer“ und „Come to Mama“ dass sie deutlich mehr zu bieten hat, als ihr verrücktes Outfit und ihre verrückte Art.

Spätestens hier muss man sie als wahre Künstlerin erkennen, die mehr zeigen kann als Arsch und Titten. Das Duett mit Florence Welch, der Frontfrau von Florence and the Machine, „Hey Girl“ klingt zwar retro, (schöne Grüße an Elton John und an Bennie and the Jets) aber nie langweilig.

In der Standard-Edition des Albums rundet der „Angel Down“, eine gefühlvollen Ballade mit Pianobegleitung, den Longplayer ab. Auf der Deluxe Edition befinden sich noch „Grigio Girls“ und „Just another day“.

Zusammenfassen lässt sich sagen: Dieses Album trägt definitiv die Handschrift von Lady Gaga. Es klingt jedoch nicht ausgelutscht sondern zeigt wieder einmal eine ganz andere Seite der Künstlerin und somit auch ihre Wandlungsfähigkeit. Und obwohl noch ganz frisch auf dem Markt, finden hier zahlreiche Singleauskopplungen ihr zu Hause, die sich u.a. als wahre Ohrwürmer entpuppen.

Von mir bekommt der Longplayer das Prädikat TOP!

10 von 10

und somit Tipp der Redaktion

Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

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