Albumcheck | Revolution Radio von Green Day

Das erste Mal als ich mit Green Day in Kontakt trat, war durch ein seltsames Video auf einem einschlägigen amerikanischen Musiksender. Da stand so ein seltsamer fast asozialer Typ in einem Irrenhaus und brüllte in ein Mikrophon, wobei er auf wild auf einer Gitarre klimperte. Ebenso konnte ich mir nicht die Arschgesichter im Video erklären.

Am I just paranoid?
Am I just stoned?

Nun, einige Jahre und die Fragen ob es nur „American Idiots“ gibt und ob „Frauen auf asoziale Rocker stehen„, dem 21first Century Breakdown und der Erfahrung, dass die Band auch noch weiter als bis Tre! zählen kann und der Erkenntnis, dass schwarze Hemden und rote Krawatten doch nicht so schnell aus der Mode kommen, ist nun im Jahr 2016 das „Revolution Radio“ von Green Day mit voller Wucht angekommen.

Obwohl Frontman Billy Joe Armstrong mittlerweile 44 Lenze auf dem Buckel hat, ist er noch kein bisschen leise geworden. Gleiches gilt auch für den Rest der Band. Vorbote zum neuen Longplayer war der Song „Bang, Bang“, der schon einmal die Herzen der Fans höher schlagen ließ. Der Titeltrack „Revolution Radio“  hat es ebenso in sich. Neben ordentlich krachenden Punk-Songs im typischen Green-Day-Gewand, haben sich wieder vermeintliche Balladen versteckt, die mittendrin (man ahnt es schon) ordentlich auf den Putz hauen. Die grölende Menge auf den Konzerten ist somit schon inbegriffen und garantiert. Beste Beispiele hierfür bilden die Lied „Outlaws“ und „Still Breathing“, die mitunter mit ihrem frischen Wind, ihren einzigartigen Hooks und ihrem hohem Grat an melodiöser Stärke brillieren.

Und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass Green Day es lieben, mehrere Songs in einen zu packen. Der Track „Forever Now“ ist in drei Abschnitte unterteilt. Ähnlich wie es bereits bei „Jesus of Suburbia“ auf „American Idiot“ der Fall war. Heißt aber nicht, dass „Forever now“ schlecht ist. Ganz im Gegenteil. „Ordinary World“ bildet den Abschluss auf diesem hervorragenden Silberling.

Für mich ist dieser Longplayer ganz klar ein Favorit auf die Best-Of-Alben-Liste in diesem Jahr und bekommt eine klare Kaufempfehlung sowie das Prädikat: TIPP DER REDAKTION!

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Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

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