Albumcheck | Super von Pet Shop Boys

Wenn ich jetzt von Vinyl rede, dann meine ich kleine schwarze Scheiben mit einem kleinen Loch in der Mitte, auf denen noch vor einigen Jahrzehnten Musik gepresst wurde, um sie dann mittels einem Plattenspieler und einem angeschlossenen Verstärker inklusive Boxen, auf die Ohren zu bekommen. 

Kommen wir also zu meiner ersten Vinyl-Single. Es war:

Left to my own devices von den Pet Shop Boys

Gekauft habe ich die Single am 31.12.1989. Meine erste Langspielplatte war dann das Album „Introspective“. Ebenfalls von den PSB. 

Danach hatte ich es mir zur Aufgabe gemacht, sämtliche Longplayer des Duos zu kaufen. Doch alles was nach „Bilingual“ kam, klang irgendwie scheiße.

Nun sind sie wieder da und das mit „Gebrüll“ bzw. mit „SUPER“. Okay, eigentlich waren sie ja nicht abgetaucht oder sowas. Nur ihre Musik gefiel mir nicht.

Das neue Album „SUPER“ wurde in London und Berlin geschrieben und in Los Angeles von Stuart Price produziert und gemischt und enthält zwölf neue Tennant/Lowe Kompositionen, inklusive der Lead Single „The Pop Kids“.

Obwohl die meisten meiner Kollegen in den Medien, den Longplayer nicht für den großen Wurf halten, muss ich hier klar widersprechen. Nicht nur, dass der Silberling mit seinem stark angehauchten elektronischen Sound den Ohrenzeugen von vornherein das Tanzbein nicht mehr still stehen lässt, auch die Kopfnicker kommen auf ihre Kosten.

Melodisch liegen die 12 Songs auf einer guten Ebene. Gespickt mit reißendem Undergrund-Club-Sound der 90er Jahre, wobei sich die typischen PSB-Synthpop Elemente gut in die Tracks einzwirbeln. Gekrönt von den stimmlichen Aktivitäten eines Neil Tennant.

Obwohl jeder Song seine eigene Geschichte erzählt, passen sie sich gut dem Gesamtpaket an.

Für mich ist „Super“ eine absolute klasse Dancescheibe und erhält die volle Sternenzahl. Und somit kommt dieser Longplayer in die Auswahl der Top10 für das Jahr 2016.

Anspieltipps: 

  • Twenty-Something
  • Pazzo!
  • Inner Sanctum
  • Undertow

1 Comment

  1. Chris sagt:

    „Doch alles was nach „Bilingual“ kam, klang irgendwie scheiße.“ Absolut korrekt – leider 🙁 PSB gehören leider zur Fraktion der Bands, die einfach nicht wissen wann (besser) Schluss ist. Man kann teilweise nur noch den Kopf schütteln, was für Grütze die veröffentlichen.

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