Albumcheck | Vernunft, Vernunft von Tiemo Hauer

Cover-Albumcheck-Tiemo-Hauer

Im Jahr 2011 habe ich das erste Mal von Tiemo Hauer gehört. Ich habe seine Musik, seine Stimme und sein Songwriting sofort in mein Herz geschlossen. Mit seinem Debutalbum „Losgelassen“ hat er mich vollends überzeugt und 10 Sterne (die höchste Bewertung)  eingeheimst.

Die Aufmerksamkeit zog Hauer bereits auf sich, als ich ihm bei dem (damals noch beliebten) Musikportal „MySpace“ begegnet bin. Nun fünf Jahre und fünf Alben später, war ich natürlich begeistert, als mich Camila von der Agentur von Welt anschrieb und mich fragte, ob ich nicht den neuen Longplayer „Vernunft, Vernunft“ von Tiemo Hauer rezensieren möchte. 

Natürlich wollte ich. Und es hat sich gelohnt: Der Silberling läuft bei mir nur noch in Dauerschleife. Muss man noch mehr sagen? Schließlich hat sich Tiemo mal wieder selbst übertroffen. Das Album ist mit 11 Songs gespickt. Erstklassiges Songwriting findet sich auch hier. Die (sehr erwachsenen) wunderschönen Lyrics runden den durchdachten Sound ab. Dabei treffen HipHop-Beats auf E-Gitarren. Elektronische Bass-Tiraden untermalen ein romantisches Piano und neben unausweichlichen Ohrwurm-Hooks ist sogar hier und da Platz für den ein oder anderen Funken Jazz.

Bei so manchen Tracks herrscht sogar „TASCHENTUCHALARM“.

Also, Mädels, haltet die Tempos bereit. Hin und wieder kann man schon ein Tränchen verdrücken.

Melancholisch, ehrlich, verträumt, realistisch, tiefgründig, sehnsüchtig, großartige Melodien! Eigentlich alles, was ein Album braucht. Schade, dass Tiemo noch weitgehend in der obersten deutschen Musikszene so unterbewertet wird. Scheiß auf Adele, auf diesem Album hört man Musik, die wirklich ans Herz geht. Manchmal tut sie weh und manchmal fliegt man in die unendliche Wärme der Sommersonne.

Mit den 10 Sternchen, die ich auch hier gerne vergebe, reiht sich Tiemo Hauer mit seinem Album „Vernunft, Vernunft“ in die Jahresendauswahl der besten Alben 2016 ein.

TOP-Songs: 

  • Uns hat keiner gefragt
  • Kaputt und munter
  • Kopfsteinpflaster
  • Glaub an mich
  • In Melodien

 

Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.