EP-Check | Apallic: Somnium

apallic-somnium-cover

Mal wieder etwas brutales gefällig? Wie wäre es mit fünf Ostfriesen, die einen Geräuschpegel abliefern, dass man sich endlich nicht mehr traut, diese doofen Ostfriesenwitze zu erzählen? Eingegangen in der Redaktion ist eine EP (als Vorbote eines geplanten Albums) aus Emden. Nix mit Tee!

Apallic als Bandnamen lässt jede Pflegekraft erstmal zusammenzucken, ist doch das „Apallische Syndrom“ das vielbeschriebene Wachkoma. Komatös klingen die jungen Leute jedoch alles andere als, wenngleich sie sich eben mit diesem Thema auseinandersetzen. Die Titel: „The Awakening“, „Mental Prison“ und „Deranged“. Das für den Sommer geplante Konzeptalbum soll konsequenterweise von einem solchen Patienten handeln. Ein interessantes und, wie ich finde, löbliches Vorhaben.

Zur Musik: Wie für Death Metal typisch kommt im Ohr ersmal ein ziemliches Geknüppel an, welches sich schnell als relativ aufwendig entpuppt. An Riffs und Patterns wird jedenfalls nicht gespart. Alle Instrumente werden präzise und abwechslungsreich gespielt. Leichte Abstriche möchte ich da nur bei den Vocals machen, die zwar sehr schön gegrunzt werden, die Tonlage jedoch nur wenig variieren. Das tut dem Gesamtbild jedoch keinen großen Abbruch, in sich ist alles stimmig.

Die drei Titel der EP „Somnium“, welche bei Apallic direkt zu beziehen ist, lassen jedenfalls keine Langeweile aufkommen und machen neugierig auf das kommende Album.

Ich empfehle diese Band ausdrücklich!

//ulf

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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