Albumcheck | Get A Life von The Lazy Boys

„Rock´n´Roll and Country with a hint of dirty blues“, so beschreibt die Dresdner Band sich selbst. Der Zuhörer erinnert sich an Johnny Cash, Kris Kristofferson oder Waylon Jennings in den späten 60-iger.

Das Cover. Der Betrachter sieht vier strahlende Männer in Westernkleidung auf dem Cover des Albums. Die Platte ist durch die Außenhülle gut geschützt. Im Innenteil finden Betrachter links die genaue Besetzung der Band.

Die Songs. Die Songs knüpfen an die 60-iger Jahre an. Country mit Rock´n´Roll. Der Zuhörer meint sicher, daß die Jungs um Ihr Leben spielen. Der Gesang klingt stark nach Amerika, nach Schnaps, Staub, Zigaretten, Mirko Glaser hat genau diese Gesangsstimme, die das zum Ausdruck bringt. Die Gitarrensoli sind kühn und werden von Reverent Love´- Joe Gerstengabe gespielt. Der Hörer meint durch das Schlagzeug (Mario Wachsmann) und den Bassisten (Raoul Lesche), als stehe er im Tennessee Three.

Zitate von Chuck Berry sind im Song „Devilish“. Das Album geht in Richtung des Rockabilly-Pionier Carl Perkins mit dem Song „Drink Up and go Home“.

Innerhalb von 18 Jahren Bandgeschichte hat sich die Band eine große Fangemeinde gebildet. Die The Lazy Boys spielen in einer Nische mit ureigenen Stil. Bisher haben die Jungs bei mehr als 600 Konzerte gespielt, waren in den USA auf Tournee, sind beim Viva Las Vegas Festival und dem Continental Club in Austin, Texas aufgetreten. Im Osten hat die Band letztes Jahr durch die Einladung des deutschen Konsulats konzertiert. Daraus folgten Anfragen für Fernseh- und Radioauftritte, deren sich die Band kaum noch entziehen konnte.

Die Begründung, warum die Jungs das Genre gewählt haben, könnte mit Sehnsüchten nach Ferne, weg vom Alltag liegen. Denn die Bandmitglieder sind Kinder der DDR. Die innere Grenze überschreiten mit diesen Songs. Grenzen, die überschritten werden.

Gerstengabe hat die Produktion von Musik studiert in Nashville, hat in den RCA Studio B, den Oceanway Studios und Sound Emporium Pulten arbeiten. Er hat ein eigenes Musikstudio in Dresden. Er veröffentlicht dort kontinuierlich Alben zum Beispiel von Bela B., CJ Ramone oder Max Prosa.

In einer Fabrikhalle ist das Album produziert worden. Mit beim Album dabei ist das Akkordeon und Mariachi-Trompeten, deren Töne unerwartet hoch sind. Backing-Vocals gehen der Trennung nach einer Beziehung im Song „Must Kill You Now“ nach. Ausgeschmückt werden die Instrumente mit dem Klavier und Banjo.

Um zu erholen fährt Sänger und Gitarrist Mirko Glaser nach Kalifornien, wo er viele der Songs geschrieben hat. Zwischen Wüste und Pazifik treibt er dort, damit er seine Gedanken ordnet.

Album: Get A Life
Artist: The Lazy boys
VÖ: 6.11.2015
CD., LP und Digital
Stil: Country mit Rock´n´Roll, etwas „dirty Blues“
Wertung: 10 von 10
Label: Gestengabe Musikproduktion / Part Records
Vertrieb: Brokensilence

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.