Albumcheck | Blackstar von David Bowie

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Als am Freitag sein 28. Studioalbum „Blackstar“ von David Bowie veröffentlicht wurde, dachte wohl noch niemand daran, dass der britische Künstler wenige Tage später seiner Krebserkrankung erliegen würde. 

Dabei sah man der Veröffentlichung euphorisch entgegen. Das Album, welches übrigens am 69. Geburtstag des Künstlers veröffentlicht wurde, schoss sofort in die internationalen Hitlisten.

Auf der Internetseite Bowies wurden die Screenshots der englischen und amerikanischen iTunes sowie Amazon Albumcharts veröffentlicht. 

Doch heute Morgen wurde die Musikwelt mit der Nachricht über den Tod von David Bowie nahezu schockiert. Viele hielten es anfangs für einen Fake. Doch die offizielle Bestätigung erfolgte auf Bowies verifizierter Facebook-Seite.

Doch nur wenige Stunden nach der Nachricht, diskutiert man bereits darüber, ob Bowie seinen eigenen Tod in dem Video „Lazarus“, welches auf dem Album zu hören ist, bildlich darstellen wollte.

Noch gruseliger ist der Umstand, dass „Lazarus“ ist auch in der gleichnamigen Theaterproduktion von David Bowie zu hören ist, welche bereits am 08. Dezember 2015 am Broadway seine Premiere feierte. Das Musical spielt 30 Jahre nach dem Ende des Films „Der Mann der vom Himmel fiel“.

Zum Titelsong „Blackstar“ wurde ein 10 Minütiger Kurzfilm gedreht, der eine ähnlich verstörende Message enthält.

Nun kann man sicherlich davon ausgehen, dass sich Bowie in den letzten 18 Monaten wohl intensiv mit seiner Krankheit und dem Tod massiv auseinander gesetzt haben muss.

Während viele Kritiker in Punkto „Blackstar“ die Jazz-Keule herausgeholt haben, fällt auf, dass der Sound des Albums sehr sphärisch, experimentell und auch punktuell geworden ist. Sicherlich gibt es hier und da ein paar Jazz-Einflüsse zu vermelden. Die Beats, werden teilweise von einem sehr präsenten Schlagzeug situiert.  Dennoch: Allem voran die tragende Stimme von David Bowie, welche, beabsichtigt oder nicht, zeitweilig etwas „dünn“ klingt.

Das Songwriting ist grandios und stark durchdacht. Ein Geniestreich. Eine Mischung aus Rock, Elektronik, Avantgarde, Jazz und Fusion. Schade ist lediglich, dass der Longplayer lediglich sieben Song beinhaltet. Für Bowie-Fans: Mit diesem „Blackstar“ hat sich Bowie sicherlich ein Denkmal gesetzt.

Kein Album zum Zwischendurchhören. Hier muss man sich Zeit nehmen!

Tanja
Tanja
Dem schlechten Musikgeschmack der Mutter entronnen, den des Vaters angenommen und maßgeblich dadurch beeinflusst worden. Musikalische Kenntnisse auf Grund jahrzehntelangen Studiums der internationalen Top 100, die sie im Schlaf aufsagen konnte. Eher noch als die Quadratzahlen, wie ihr Mathelehrer von ihr forderte.

1 Comment

  1. David sagt:

    Erschreckend, wie schnell das dann doch ging mit ihm. Ich habe seine Musik immer sehr geschätzt. Ein toller Musiker! RIP!

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