Albumcheck | 7 von Seal

„Dieses Album dreht sich um das am öftesten besungene, am meisten diskutierte und am besten dokumentierte Gefühl – die Liebe“, kommentiert Seal. „Ich habe versucht, all die wundervoll unterschiedlichen Dynamiken einzufangen, ob es der Zorn ist, die Akzeptanz, die Glückseligkeit, die Traurigkeit, das Hochgefühl oder die Rücksichtslosigkeit. Es geht um diese ganz bestimmte Emotion und darum, wie sie uns fühlen lässt. Um die extreme Freude und den extremen Kummer und all die anderen verrückten Dinge, die Liebe mit uns anstellt.“ 

Da hat Seal ziemlich lange ausgeholt, um sein neues Werk „7“ zu beschreiben. Man könnte meinen, dass der Titel bewusst gewählt ist, schließlich war Seal 7 Jahre mit Heidi Klum verheiratet. Eine persönliche Abrechnung? Keineswegs. Zumindest hört man in diesem Album keinen Zorn.

Um seine Geschichte erzählen zu können, tat er sich einmal mehr mit seinem langjährigen Produzenten Trevor Horn zusammen, der ihm bereits bei seinem Platin-veredelten Debütalbum „Seal“ beiseite stand.

Und kaum ein Anderer als Trevor Horn schafft es, die Stimme so gekonnt in Szene zu setzen. Neben den stil- und stimmungsvollen Balladen haben es klare Popnummern auf das Album geschafft, welches schon beim ersten Probehören seinen Zauber versprüht.

Geht man nun tiefer in dieses Werk ein, so kommen all die feinen Klangnuancen immer mehr zur Geltung. Man erkennt die Geschichten dahinter. Gepaart mit wundervollen Melodien und der samtenen Stimme von Seal ergibt sich ein harmonisches Bild, welches den Kopf anfangen lässt zu kreisen.

Ein bisschen melancholisch ist die Scheibe schon, aber sie wirkt nicht kitschig, wehmütig oder gar aufgesetzt. Alles ist gut dotiert und das ist auch gut so.

Man sollte auf jeden Fall mal reinhören. Insbesondere dann, wenn es einem nach Kuscheligkeit dürstet.

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