Unterwegs zum Konzert von „Das Niveau“

Im Rahmen des Cooperate Blogging stellt die Redaktion diesen Beitrag den Lesern bereit. Der Leser bekommt Eindrücke vor und nach dem Konzert, im Konzert und vom Interview.

Nachdem die Redaktion albumcheck.de Pressekarten von der Band „Das Niveau“ erhielt, bin ich am 24. Oktober 2014 von meinem Heimatort in der Nähe von Kaiserslautern mit dem Zug ein Tag vor dem Konzert angereist. Neben den Pressekarten hatte ich die Bewilligung Fotos zu machen, und ein Interview erhalten.

Die Reise nach Köln

Ich sitze im Zug nach Köln. Der Fahrpreis von 24 EUR für eine Bahnfahrkarte von gut 200 km einfach für Hin- und Rückweg ist angemessen. 80 Euro kostet das Hotel Ibis in Köln, weil Messe in der Stadt ist. Die Veranstaltung kostet normal 12 Euro im Vorverkauf und 15 Euro vor Ort.

4 Stunden bin ich jetzt mit der Bahn nach Köln gereist. Hier angekommen, in der Annahme es sei das Hotel am Bahnhof, wie mir Neckermann-Reisen telefonisch mitteilte, hat mich das Hotel ins gleichnamige Ibis Köln Airport Hotel im Industriegebiet geschickt. Es liegt 4 Stationen von der Stadtmitte entfernt. Von der U-Bahn-Station sind noch ungefähr 1 bis 2 km zum Hotel zu laufen.

Der Stadtkern von Köln

Dort angekommen, die Reisetasche abgelegt, bin ich gleich in die Stadt gefahren, um Köln ein wenig anzusehen. Und durch die Fußgängerzonen von Köln gelaufen die vielen Geschäfte gesehen, die es in einer Großstadt-Fußgängerzone direkt neben dem Dom so gibt. Außer dem Dom, ein paar chinesische Touristen, einer Stadtführung in englischer Sprache, die üblichen Großstadt-Leute und angereiste Touristen, ist im Stadtkern nichts Besonderes zu sehen. Eingekehrt bin ich im Funkhaus direkt neben dem WDR. Das Kölsch-Bier war gut. Ich denke, „jetzt muß ich aber los, denn die Bahn hat vielleicht Verspätung“.

Die letzte Linie vor 19 Uhr zu meinem Hotel im Stadtteil Ehrenfeld habe ich erreicht, dort schnell mein Studioaufnahmegerät eingepackt und zum Underground gefahren. In aller Eile habe ich meine Interviewer-Fragen im Hotel liegen lassen, sodaß ich vor Ort das Interview improvisiert habe.

Das Interview

Eine halbe Stunde vor dem Interviewtermin stehe ich nun am Eingang des Lokals Underground. Die Einlaß-Leute haben von dort per Handy die zwei Akteure Martin Spieß und Sören Vogelsang angerufen. Martin und Sören haben mich sofort gebeten zu kommen. Die Jungs lassen sich gerade Abendessen vom Lieferservice kommen. Sie hatten eine gute Reise mit dem Auto.

Die richtigen Worte habe ich zu Anfang des Interviews nicht. Nach einer Weile sind gute Fragen aus meinem Mund gekommen, die Martin vorwiegend beantwortet. Sören hat auf die letzte Frage geantwortet. Dann bin ich schon wieder draußen, vor Ort im Konzertsaal.

Zum Teil ernste Themen bringen die zwei Akteure auf der Bühne zum besten. Das ist nur möglich, sagt Martin im Interview, wenn das Material zur Bühnenshow gut aufbereitet ist. Der Pippi-Kakka-Humor bringen Martin Spieß und Sören Vogelsang auf die Bühne.

Martin Spieß und Sören Vogelsang beziehen die Konzertbesucher ins Programm vor Ort ein. Improvisierte Songs vor Ort mit Tonarten, die Besucher vorschlagen, mit Themen die Besucher vorschlagen mit ganz bestimmten Wörtern gehören zum Programm.

Es bestehen bestimmte Bühnen-Themen. Themen, die die beiden ansprechen sagt Martin:

„Wir mögen keine Nazis.

Wir mögen keine Sexisten.

Wir mögen keine homophoben Menschen

Wir mögen keine Leute, die was gegen arme Menschen haben.

Usw.“

Die Jokes sind alle improvisiert. Die Songs sind ausgearbeitet, das Bühnenprogramm ist improvisiert. Das Verhältnis Musik zu Programm ist 50 / 50.

Die zwei Alben Niveauisationen 1 und Reste von Morgen sind zwei verschiedene Sachen. Live-Show, auf der Zusatz-CD sind Songs, die fehlen. Auf eine CD ist nur begrenzt Platz. Um dem Bühnenprogramm genügend Raum zu geben außerhalb des Bühnenprogramms für Daheimgebliebene gibt es die zwei CDs von DAS NIVEAU: „Reste von Morgen – Live“ und „Niveauisationen 1“.

Neben diesem Bühnenprogramm haben Sören und Martin ein eigenes Solo-Projekt. Martin mit der „Vorband“ (Indie-Rock) und Sören mit Singer-Songwriter Musik. Die Soloprojekte können nicht verglichen werden mit dem Kabarett-Programm. Das Kabarett-Programm ist ganz anders. Der Unterschied zwischen Kabarett-Songs und den Soloprojekten ist, daß in den Soloprojekten die Beiden Geschichten erzählen möchten. Beim Kabarett-Programm geht es eher darum Pointen durch die Musik zu erzeugen.

Im Interview sagt mir Martin, das Kabarett sieht sich nicht als klassisches Kabarett. Über die Pointen machen Sie sich keine Gedanken, die sind entweder spontan da, oder die Pointe ist keine Pointe. Was auch passieren kann. Die Künstler bringen Pointen auf die Bühne

Mehr zum Interview demnächst auf dem Portal http://interviewcheck.de/. Dieser Beitrag wird ebenso auf http://albumcheck.de/ unter Konzertcheck erscheinen.

Das Konzert

Am Einlaß erhalte ich freien Eintritt. Die Pointen von Sören und Martin kommen gut beim Publikum an, die Jungs beziehen das Publikum in das Programm. Der Besucher erhält mit dem Konzert ein improvisiertes Kabarett mit Gitarre und Kazou. Dazwischen immer wieder Pointen. Zurufe des Publikums ergeben bei Martin und Sören ein improvisiertes Kabarett mit Musikstücken. Mir ist im Konzert aufgefallen, daß Martin der Hauptredner ist, Sören im Verhältnis zu Martin weniger sagt. Die Themen die Martin und Sören behandelt sind politische Themen, Homophobie und Narzissmus mit einem Schluß Wortwitz, der oftmals unter die Gürtellinie geht.

Heimreise

Am nächsten Morgen. Der Koffer ist gepackt, ich schlendere noch etwas durch die Stadt. Es ist leichter Nieselregen. Tags zuvor war ich schon im Stadtkern, es gibt nichts besonders. Was soll sich auch an einem Tag ändern? 11 Uhr: Der Zug in Richtung Heimat geht wieder zurück.

Resümee

Beim nächsten Konzert werde ich die aufgeschriebenen Interviewanfragen bestimmt nicht mehr vergessen. Wenn die Zeit so knapp bemessen ist, kann sich der Besucher kaum die Stadt ansehen, außer dem Stadtkern. Das Konzert war gut, mit viel Wortwitz und Pointen.

Walter Müller
Walter Müller
Sein Moto: Musik ist Kunst in Melodien und Noten ausgedrückt. Neue Ideen so frisch wie Noten, so bunt wie ein Blumenstrauß, Hörklänge unterschiedlichster Art. Er hört gerne Musik unterschiedlicher Themen, bunt gemischt von politisch, bis Beziehungssongs oder weis ich was.

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