Albumcheck | Kopf, Stein, Pflaster von Berlin Boom Orchestra

Kennt ihr noch Berlin Boom Orchestra? Aufrichtiger Reggae aus Deutschland? Vor vier Jahren waren wir noch Hin und Weg.

Mit „Kopf, Stein, Pflaster“ legen Berlin Boom Orchestra nun ihr neues Werk auf, um alle glücklich zu machen, die gehobene Erwartungen an deutschsprachigen Reggae stellen.

Die neunköpfige Band pflegt auch diesmal einen aufrichtigen, politisch kontroversen Ton, der jeden Opportunismus vermeidet, aber den Zuhörer mit Herz und Seele anspricht.

Nicht unbekannt, sondern gewohnt neu und stilistisch gut.

Musikalisch ebenso fantastisch: Die Bläsersätze sind innovativ, Bass und Drums tragend und präzise, die Arrangements anspruchsvoll und mehrschichtig. Das Sahnehäubchen bilden traumhaft differenzierte Melodieführungen mit ungewohnten Pointen und Falsett-Einsätzen.

Allgemein bleibt zu sagen, dass das Berlin Boom Orchestra noch einmal eine Schüppe obendrauf gesetzt hat. Mitreißend, klar, opportunistisch, und einfach geil.

Man könnte fast schon den politischen Hintergrund verleugnen. Hier wippt jeder „nachdenkend“ mit und findet nichts schlimmes dran. Wenn das die politische Wachsamkeit bedeutet: Wünschen wir uns mehr davon. Auch in diesem musikalischem Gewand.

Fazit: MEGA!

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