Konzertcheck | Linkin Park Lanxess Arena 06.11.2014

Linkin Park lud ein. Zum gemütlichen Nu Metal und poppischen Stelldichein. Insgesamt versammelte sich eine ausverkaufte Lanxess Arena zu Köln, um den Klängen der amerikanischen Band Linkin Park zu lauschen. Zwar ließ die Band bis nach 21:00 Uhr auf sich warten, konnte danach aber die Herzen der Zuschauer erringen. 

Seit ihrer Gründung im Jahr 1996 polarisiert Linkin Park und kann immer wieder mit neuen Music-Styles auf ihren Alben beglücken. Diesmal mahnte es sich an, dass die Veranstaltung „Hunting Party“ hieß. Und eine Party war es allemal. Bereits in wenigen Sekunden war die Fangemeinde auf 180.

Sänger Linkin Park

Mit dem (gleichnamigen) aktuellen Tour-Album konnte Linkin Park einige Pluspunkte gegenüber ihrer „Old school“ Fangemeinde gutmachen. Back to the roots, so präsentierten sich Linkin Park gegenüber den verschreckten alten Fans. Waren doch die zwei letzten Vorgänger-Longplayern eher elektronisch und experimentell gehalten.

Wir haben schon immer die musikalische Zusammensetzung der unterschiedlichen Musikstile von Linkin Park geliebt. Und auch irgendwie betiteln wir sie ein wenig wie die Beastie Boys der Neuzeit. Nur das Letzteren die Melodie in ihrer Musik fehlte. Das Ausschlaggebende war immer die Stimme von Chester Bennington, der mal wieder für Aufregung bei den Mädels sorgte, weil er die Hälfte des Konzertes mit nacktem Oberkörper rumhüpfte.

10734234_932932076725662_6313304503997670503_n-1Geil auch sein melodisches Geschrei, welches sich in der Qualität besser anfühlt als das eines Jared Leto von 30 STM (obwohl das zu Beautiful-Lie-Zeiten mal richtig geil war). Zum Ende des Abends konnte man zwar ein paar Schwächen an der Stimme erkennen, aber das nahm auf Grund der aufgeputschten Stimmung kaum einer wahr.

Von der ersten Nummer „Guilty All The Same“ bis hin zum typischen Konzert-Medley aus „Bleed It Out –  The Catalyst (Only Lift me up, let me go) spielten die Jungs zahlreiche Hits wie „Numb“, „Somewhere I belong“, „Faint“ und „In The End“ u.v.m. Besonders die Songs der Song „Burn it down“ (WM 2010 ZDF-Song) konnte so manchem Zuhörer eine Portion Gänsehaut verschaffen. Einer der vielen Höhepunkte bildete der Track „New Devine“. Überraschend war, das Linkin Park, im Gegenzug zu anderen Künstlern, nicht stupide die Songs ihres neuen Albums herunter spulten. Vielmehr boten die Kalifornier ein buntes Potpourri ihrer Songs.

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Die Stimmung fand keinen Abriss. Auch wenn einige Zuschauer ihre Kräfte überschätzt hatten und teilweise aus dem Publikum gehoben werden mussten. Besonderen Anklang durften die „Hardcore-Fans“ erfahren haben. Es gab nämlich Zuschauer, welche auf Grund Ihrer Platzwahl nicht so viel bis gar nichts sehen konnten. Auch hier bedankte sich die Band eingehend.

Zum Finale des Konzerts unterbrachen die Musiker. Eine junge Dame musste aus dem Publikum gezogen werden. Die Bandmitglieder bedankten sich für die Mithilfe, mit Aussagen wie: „Thank you. You Guys are awesome“ oder „We take care of eachother“.

Ein gelungener Abend, auch wenn es hier und da ein wenig abgeklärt war. Die Jungs sind lange im Geschäft und haben regelmäßig Live-Konzerte. Dennoch geben sie jedem „ersten“ Besuchern und auch REAL-Fans das Gefühl, jedes Konzert ist einzigartig. Und das ist es auch.

Linkin Park darf man nicht verpassen und kann nur jedem empfohlen werden. Tolle Stimmung. Und das Wichtigste ist: Ungeschliffener, geiler und besser, als auf jeder Platte, gepressten CD usw.

TOP!

Vielen Dank an die Band, an Warner Music und an Dave, Markus, Julia, die Mitarbeiter der Lanxess Arena. Auch ein Dankeschön an die unermüdlichen Mitarbeiter der Deutschen Bahn, die nicht gestreikt haben und die Besucher am Kölner Bahnhof (insbesondere unser Redaktionsmitglied) mit Informationen, Kaffee und Wasser versorgt haben.

1 Comment

  1. schnappen4u sagt:

    Es war wirklich ein unvergessliches Konzert. Die Band war (wie fast immer) absolut genial. Nur die Musik kam, Dank der eher mittelprächtigen Akkustik der Halle, nicht sonderlich gut inmeinen Ohren an.
    Trotzdem hat es sich durchaus gelohnt und ich werde sicherlich beim nächsten Auftritt auch wieder dabei sein. Solange muss ich halt mit meinen CDs vorlieb nehmen.

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