Albumcheck | Art Official Age und Plectrumelectrum von Prince

Prince ist nicht mehr der Superstar, als der er noch in den späten 80ern galt. Schuld daran waren Wirrungen mit seiner alten Plattenfirma – aber auch wenig inspirierende Veröffentlichungen seitens des Künstlers.

Nun meldet sich Mr. Nelson bei seiner alten Plattenfirma Warner mit einem Doppelschlag zurück. „Art Official Age“ als Soloalbum und „Plectrumelectrum“ als Bandprojekt mit der Mädels-Combo 3rd Eye Girl gehen zeitgleich an den Start. Das erstgenannte Werk lässt dabei das künstlerische Licht des Funk-Zauberers aus Minneapolis wieder aufleuchten und ihn an seine Klassiker anknüpfen.

 

„Clouds“ sticht dabei als absolutes Highlight heraus: Mit dem Beistand einer funkigen Bassline und einen unwiderstehlichen Neptunes-Groove imponiert der Meister vor allem mit der Textzeile „You should never underestimate the power of a kiss on the neck…“. Dabei erhält er dann gesanglichen Beistand von seiner aktuellen Muse, der britischen Folk- und Soulsängerin Lianne La Havas. Zurück in alter Form!

„Plectrumelectrum“ hingegen entpuppt sich als Spielwiese ohne Verbote für Prince und seine Frauen-Band. Die Grenzen zwischen Funk und Rock werden aufgelöst, die Gitarren jaulen, die Songstrukturen lösen sich auf, Prince‘ berühmtes Falsett ist nur noch als Kreischen zu vernehmen. Lediglich das von Schlagzeugerin Hannah gesungene „Whitecaps“, eine Ballade, ragt aus dem Soundbrei heraus.cover-albumcheck

Ein Album mit allen guten Tracks dieser beiden Werke – es hätte Prince wieder ganz weit nach vorne gebracht. So bleiben zuviel überflüssige Funk-Workouts, die die Begeisterung bremsen.

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