Albumcheck | Num Skull: Ritually Abused (Reissue)

Damals, in der guten alten Zeit, da Metal noch den Hauch des Bösen hatte, als Thrash Metal noch wirklich hässlich und dreckiges Geknüppel war, kam ein mittlerweile geradezu vergessenes und verloren geglaubes Machwerk heraus- und nun wurde  es wieder exhumiert!

Die Rede ist vom  im Jahre 1988 A.D. erschienenenAlbum  „Ritually Abused“ der aus Illinois stammenden Formation Num Skull, die Mitte der Achtziger gegründet und Mitte der Neunziger wieder aufgelöst wurde.

Das Werk wurde behutsam „restauriert“, so dass sich zwar die verschiedenen Stimmen gut differenzieren, aber der originale Blechtonnen-Sound erhalten bleibt. So bleibt der ruppig-rohe Charakter des Albums erhalten, der sich in die Klangbilder der frühen „Big Four“ einreihen lässt: Kratzig-schäbige Gitarrensounds, gallopierende, dissonante Riffs und brutal gehämmerte Drums zu einem Gesang, der klingt, als hätte man den Kehlkopf von Lemmy Kilmister herausgerissen und einem paranoiden Straßenköter eingepflanzt.

Das Album mag kein absoluter Meilenstein gewesen sein. Doch ist es ein schönes Dokument metallischer Geschichte. Und klingt wunderbar fies und ungehobelt!

Ein Tip für Metalheads, die keinen fetten Sound haben müssen.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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