Albumcheck | The Mighty Monsieur Moustache von Friling

FRILING – eine Musikformation, die seit über achtzig Jahren in einer Zeitschleife gefangen zu sein scheint. Doch das Debutalbum „The Mighty Monsieur Moustache“ klingt gar nicht verstaubt. Ihr Publikum begeistern sie mit Gypsy Jazz, Tango und einem Hauch Elektro Swing und verwandeln die Clubs in glühende Tanzkessel.

Ihr Outfit entspricht dem Stil der 1920er Jahre. FRILING, das sind Lisa Zwinzscher (voc), Linda Gossmann (vl), Georg Metzner (tb, p, perc), Philipp Wiechert (g) und Sebastian Braun (db).
Die Band hat uns ihr Debutalbum zur Verfügung gestellt. Schick verpackt im Tourplakat haben wir das Scheibchen erhalten. Wir hatten ein wenig Mühe den Silberling auszupacken. Schließlich wollten wir die Verpackung nicht zerstören. Danach ging es erst einmal ab in den Player.

Schon bei den ersten Tönen waren wir hin und weg. Wir ließen uns von der treibenden Kraft entführen und landeten im Nirwana des ultimativen Sound. Hat schon was von Star Wars Cantina. Bestechend, berauschend und einfach gut. Friling bastelt sich ihr eigenes Universum aus klassischem Gypsy Jazz & Elektromusik, jedoch live und echt – ohne fertigproduzierte Samples. Frling

Der Longplayer hält was er verspricht. Edle und feine Musik, die das Tanzbein quasi von ganz allein zum Swingen bringt. Nicht nur die treibenden Kräfte des Silberlings machen das Werk zu etwas besonderem, sondern auch die etwas ruhigeren Tracks sind zumindest ein Öhrchen wert.

Langweilig wird es jedenfalls nicht. Handgemachte Mukke mit Stil und Pfeffer.

Übrigens wurde der Longplyer größtenteils über Crowdfunding finanziert. Ein Projekt, was sich sicherlich gelohnt hat. Es ist schon verwunderlich, wer heutzutage einen Plattenvertrag bekommt. Und umso mehr verwundert es doch, wenn man es mit Band wie Friling zu tun hat, die sich ihr perfektes Album finanzieren lassen müssen. Von Fans. Normalerweise müssten ihnen die Plattenbosse nur so die Bude einrennen.

Naja, aber Friling hat es auch so geschafft, ein wahres Feuerwerk zu gestalten. Weiter so.

 

 

1 Comment

  1. Jasmin sagt:

    Klingt. Sehr. Gut! Ich denke das werde ich mir demnächst zu Gemüte führen. Zwar habe ich in diesem Bereich noch fast keine Vergleichswerte, aber ich bin offen für neues. Und das Album scheint vielversprechend zu sein

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