Albumcheck | Ryan Adams von Ryan Adams

Ryan Adams ist einer der besten Songwriter unserer Zeit. Trotz zahlreicher Krisen raffte er sich immer wieder auf, seine Kreativität scheint unbegrenzt. Adams leidet unter Morbus Meniére, einer Erkrankung des Innenohrs, die Schwindelanfälle und Tinnitus zur Folge hat.

Für einen Musiker nicht die besten Vorraussetzungen, doch nach einem Jahr Pause und dem etwas zu ruhigen Album „Ashes and Fire“, ist er mit dem schlicht „Ryan Adams“ betitelten Werk wieder da: Eine Bestandsaufnahme, ein im Hier- und Jetzt sein,straight, klar und echt.

Musikalisch ist diesmal Classic Rock die dominierendste Inspiration, auch wenn Americana, Folk und Country noch immer die musikalischen Wurzeln sind, auf die er sich immer wieder bezieht.Johnny Depp spielt Gitarre, Gattin Mandy Moore singt im Background. Tom Petty und Bruce Springsteen standen unüberhörbar Pate, auch spätere Werke eines Bob Dylan.

Oder einfach ausgedrückt: Ryan Adams hat eine schnörkellose Singer-Songwriterplatte geschaffen, erzählt kleine Geschichten mit einfachen Melodien, ohne jede Dramatik, weder Depression noch Euphorie stehen im Vordergrund.vielmehr zeichnet er mit seinen Songs Alltagsbilder, Stimmungen und Gedanken,die unmittelbar eingefangen wurden. Diese besondere Atmosphäre würde durch kritisches Sezieren nur zerstört.

Ryan Adams ist ein Künstler, den man nur versteht, wenn man bereit ist, sich auf die Gelassenheit einzulassen, die er mit seiner Musik ausstrahlt.

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