Albumcheck | Curse All Law von Könsförrädare [SWE]

Musik, die sich gleichzeitig mit Politik befaßt kann der Hörer im neuen Album Curse All Law der schwedischen Band hören. Es geht um den Feminismus und das in etwa übersetzte Wort „Geschlechtsverräter“.

Ein Rätzel ist das Wort „Könsförrädare“ im Schwedischen auch. Ins Deutsche kann es in etwa mit „Geschlechtsverräter“ übersetzt werden, nimmt auf die aktuelle Kontroverse in Schweden Bezug. Eine berühmte Politikerin, die sich für Frauen einsetzte war der Meinung, dass wenn Frauen Ihr Geschlecht verraten würden, wenn diese mit Männern schlafen würden. Das Wort „Könsförrädare“ hatte die Band irgendwo erhascht und verband es mit positivem und komplexem. Die Band versteht das Wort als transforme, kreative Möglichkeit, und nicht erniedrigend.

Die Bandmitglieder kennen sich bereits aus Ihrer Jugend, Ihr Hobby war Musik machen und den Sound herauszufeilen. Aufgewachsen sind die Bandmitglieder in einer Kleinstadt nördlich im Norden von Skandinavien. Sie bringen die Musik mit einer Liebenswürdigkeit, rabiat und etwas verträumt. Die Texte sind raffiniert, liegen zwischen Pop und Politik, der Unterschied ist schwer auszumachen.

Könsförrädare sind sehr junge Feministen. Durch das Album „Curse All Law“ (erstes Album der Band, VÖ: 4. April 2014) war der Zuspruch in Schweden sehr groß. Von unten, wo die Band noch niemand kannte, kam sie nach oben. Durch exzellente Reviews war die Band in vielen Liveshows, wie beispielsweise am Festivals Way Out West, Göteborg, By:larm, Oslo und im Support der Band Glasvegas.

Die Band hat den Nordic Music Prize erhalten, die Single „Raging River“ wurde in Schwedens Radiostationen immer wieder gespielt.

Die Band Könsförrödare ist vergleichbar mit dem Vulkan Eyjafjallajökull in Island, der genauso unaussprechlich ist, und unausweichlich.

Album: Curse All Law
Artist: Könsförrädare [SWE]
VÖ: 4. April 2014
Label: Teg Publishing

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