Albumcheck | Bonaparte von Bonaparte

Bislang blieben die Schweizer Eidgenossen von Bonaparte in der Musikszene noch relativ unbedacht. Das hat sich seit dem neusten Album, das unter der leitenden Hand von Produzent Andy Baldwin (arbeitete in der Vergangenheit schon mit Neneh Cherry und Björk) geändert.

Bonaparte ist viel mehr als eine reine Musikkappelle. Vielmehr schart Gründer und Mastermind Tobias Jundt eine Kompanie aus Tänzern, Musikern und Performancekünstlern um sich herum um sein musikalisches Können in Szene zu setzen.

Die im Jahre 2006 vom Schweizer Musiker Tobias Jundt gegründete Band setzen bei ihren Songs auf rauhe Klangelemente, angelehnt an Punkharmonien, sowie gewollt minimalistischer Aufnahmetechniken.

Jundt sagt über sein Projekt „Bonaparte“ dass er Musik visualisieren möchte, darum ist es ihm wichtig, bei Live-Auftritten auf ein „orgiastisches“ (Zitat) Bühnenprogramm bauen zu können. Nackte Tänzerinnen, ausgestattet mit Computerbildschirm anstatt des eigenen Kopfes, wilde Kostüme die an die opulente Barockzeit erinnern, Keyboarder mit riesiger Babykopf-Maske oder Männer im Pferdekostüm, das alles findet Raum wenn Bonaparte auf der Bühne stehen.

Hier kommt der Name „Visual Trash Punk“, den Musikkritiker gerne an die Band vergeben nicht zu kurz. Das visuelle, Musik in Bildern auszudrücken, das steht bei Bonaparte ganz oben.

Als Motto hat sich Tobias Jundt seinen eigenen Songtext zum Vorbild genommen:

„You know Tolstoi, I know Playboy – You know too much much to much!

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