Albumcheck | Dynamit von Olli Banjo

Nach den Deutschrap-Klassikern wie „Schizogonie“ oder Liveshow hat sich Banjo eine Ausnahmestellung erarbeitet, daran weiter gearbeitet, und zusammen mit Gastkünstlern wie Xaver Naidoo, Sido, Kool Savas ein paar neue Songs aufgenommen. Banjo hat verwandte Künstlerseelen an seinem Album mitwirken lassen, weil es Song-Momente gibt, bei denen der Song besser mit anderen gesungen wird.

Die Redaktion hat in das neue Album von Olli Banjo hineingehört. Die Songs klingen jeder Einzelne wie „Dynamit“. Olli Banjo bringt mit dem Album die vergleichbare Gedankenwelt dem Hörer näher. Das Album ist impulsiv mit einer großen Wucht und mächtigen Stärke. Olli Banjo bringt in seinem Album seine Erfahrungen den Hörern in den Songs näher. Erfahrungen vom Leben und der Liebe.

In der Hip-Hop-Szene ist Banjo bekannt. Er ist ein Ausnahmetalent. Seine Songs sind einzigartig. Die Songs sind elektronisch gut gemixt, Banjo ist zum renommierten Vertreter in der Hip-Pop Szene geworden. Mit seinem neuen Album ist er auch Produzent (bis auf zwei Songs).

Zum musikalischen Manifest mit arteigenen Beatbomben, enormer Kreativität und der zündenden emotionalen Stärke. Die Feature-Gäste, die Banjo beim Album geholfen hatten waren Kool Savas, Sido, Xaver Naidoo, Marteria, Morlock Dilemma, Yasha und ander Künstler.

Vom Debütt-Album 2001 „Rotlicht“ war die Arena mächtig begeistert, denn Banjo konnte mit sehr großem Potenzial zurückgreifen. Bei seinem Album bringt er die verschiedenen Beats, mit künstlerischer Feinheit, reimtechnisch produzierend mit Humorsinn und in vielen Facetten in die Songs. In der Rap-Riege hat Banjo damit einen Ausnahmeplatz bestiegen. Er hat sich in seiner Musikkarriere weiterentwickelt, den Ausnahmeplatz erhalten und weiter ausgebaut. „Sparring“ ist die Mixtape-Reihe, die mehrteilig und legendär ist.

Das ganze neue Wissen des kreativen Arbeitens, die ganzen Erfahrungen hat er im neuen Album vereinigt. Banjo meint, dass bestimmte Songs einfach zu Ihm passen, wie bzw. der Song Dynamit“. Die Platte ist gesangstechnisch klar verständlich, die Instrumentals genau richtig zum Text gesetzt. Es ist ein Album, bei dem die Elektronik zwar viele Instrumente ersetzt, der auf dem Boden bleibt und vorwärts schaut. In einem seiner Songs hat er seine frühere Beziehung verarbeitet. Das Album hört sich dank seiner Kreativität mit einer geballten Schlagkraft an, die durch das elektronische Großbritannien hindurch zieht. Die Drum-Bass Instrumente gehen mit House und Grime eine Verbindung ein, vermischen im Klagbereich die Farben. Banjo wartet mit Musikkünstlern wie The Streets, Ellie Goulding, The Streets“, Mohawke, Ellie Goulding auf. Er schlägt andere Wege als andere Künstler im Hip-Hop Bereich. Von sich sagt Banjo dazu: „Ich habe versucht, mir mein genreübergreifendes Interesse an guter Musik zunutze zu machen. Das ist Banjo durch neue Sounds gelungen, die es noch wenig in der Musikbranche im Hip-Hop Bereich gibt. Für Ihn bedeutet Hip-Hop musikalische Versatzstücke in ein neues Gewand zu setzen. Für Ihn ist das Hip-Hop.

Durch Krauts von Peter Fox, Materia, Moses Schneider (im Beatsteak, Tocotronic Bereich), arbeitet er am fast fertigen Musikprojekt Wunderkynd. Dadurch hat Banjo wieder das Gespür fürs Rappen. Die Songtexte sind Banjo sehr wichtig, er unterscheidet sich gegenüber anderen Künstlern. Aus dem Hauptschul-Gedicht ist sein Song geworden, den er zusammen mit Xaver Naidoo singt.

In XTC, ein Song von Banjo geht es um Liebe, die zerstörerisch, wirken kann. Der gemeinsame Zukunftsweg mit seiner Freundin ist Ihm wichtig. Er beschreibt den Zustand in der Liebe als unbändig und unkontrollierbar. Die gescheiterte Beziehung zur Ex-Freundin verarbeitet er im Song „Mädchen aus den Slums“.

Mit Kool Savas singt er in der Single-Auskopplung „Träumer“ (VÖ: 4. April 2014) über Traum und Wirklichkeit. Durch zerbrechliche Soundwände, Wasserfarben, die ausgewaschen sind entsteht ein Bild einer kranken Zeit, er meint: „Wir sind Träumer, wir träumen den ganzen Tag lang bestens/nachts sind wir wach und am Morgen brauchen wir Schlaftabletten“.

Von Scheinheiligem der Kirche setzt sich Banjo als Gläubiger mit dem Thema „Ich hoffe, der Papst glaubt an Gott“ auseinander. Im Song übt er Gesellschaftskritik und Kritik bei sich. Dazu sagt er: „Mir geht es um Wahrheiten, und die muss man zuallererst einmal bei sich selbst suchen“. Er meint, er ist ein Sünder und steht dazu, versucht aber an sich zu arbeiten. Er meint: „Die Kirche jedoch hält sich für unfehlbar, obwohl wir in regelmäßigen Abständen skandalträchtig erfahren müssen, dass sie das offenkundig nicht ist.“ Im Song singt er: „Glaub mir, Jesus gefällt das so nicht/…/Glaub an Gott, doch der sagt grad nichts.“

Mit den Songs auf dem Album beweist er, dass er als Rapper durchgehend von Bedeutung und mit Stil sein kann. Er meint, als Hip-Hop Sänger kann er den Mund aufreißen. Den Song Happy End hat er mit Yasha und Marteria aufgenommen. Songs die von der sinnlosen Gewalt handeln (Song Uzi) sind mit auf seiner Scheibe.

Album: Dynamit
Artist: Olli Banjo
VÖ: 09.05.2014
Label: Bassukah/Delta Music
Genre: Hip-Hop

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