Albumcheck | Singvøgel: Westwind

Crowdfunding greift immer mehr um sich, und so können aufwändigere Produktionen auch unabhängig finanziert werden. Und wieder einmal sehe ich: Es lohnt sich!

Die im Südhessischen angesiedelten Singvøgel haben mit dem vom Vorgängeralbum JETZT bekannten und bewährten Produzenten Ingo Vogelmann im fernen Norden (den man auch heraushört)  damit wieder ein respektables Album eingespielt.

Westwind ist wie gewohnt musikalisch schwerlich in eine Schublade zu stecken, wenn man von Viel zu still absieht. Das ließe sich noch als schwungvoller Chanson verkaufen.  Die übrigen  Songs wecken -nicht zuletzt durch Sängerin Karans sehnsuchtsvolle Stimme- Melancholie und zugleich den Wunsch, diese Welt zu verbessern und weniger gleichgültig werden zu lassen.

Gelegentlich kontrastiert der überwiegend Zupfinstrumente bearbeitende Duke Meyer mit seiner tiefen Röhre, während Sven Scholz unaufdringlich die Trommeln beklopft. Das klangliche Gesamtbild ist zwar überwiegend sanft, aber dank der musikalischen Fähigkeiten der drei (Karan hat immerhin Musik studiert) durchaus komplex und die Texte tiefsinnig.

Reinhören lohnt sich. Kaufen erst recht.

Das Album Westwind  steht übrigens unter CreativeCommons-Lizenz und Sven Scholz baut mit C3S eine faire Alternative zur GEMA mit auf.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

1 Comment

  1. Der Song zum Slogan.

    Die Forderung nach bedingungslosem Mindesthirn für alle war ursprünglich nur ein Stoßseufzer gewesen nach einer fruchtlosen Diskussion mit Menschen, die tatsächlich noch dümmer waren als ich. Das…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.