Albumcheck | Xscape [Deluxe Edition] von Michael Jackson

Epic Records hat gestern in Zusammenarbeit mit dem Michael Jackson Estate das Album „XSCAPE“ veröffentlicht. Bestückt ist der Longplayer mit acht neuen Tracks des King of Pop, die erstmals auf diesem Album zu hören sind. Unsere Redaktion hat jedoch die Deluxe Edition als CD/DVD-Combo vorliegen.

Als Executive Producer zeichnet Epic Records Chairman/CEO L.A. Reid für XSCAPE verantwortlich, der nach ursprünglichen Recherchen in den Jackson-Archiven vom Estate uneingeschränkten Zugang zu jenen Schätzen erhielt, auf denen die kompletten Vocals der letzten vier Jahrzente enthalten sind. Reid fungierte als Kurator der finalen Liste von Aufnahmen, die an die Produzenten gegeben wurde, um die Produktionen zu überarbeiten und mit einem frischen, aktuellen Sound zu versehen – und gleichzeitig darauf zu achten, Michael Jacksons künstlerische Essenz und Integrität zu bewahren. Diesen Prozess bezeichnet Reid als „contemporizing“. Als einer der Hauptproduzenten wählte er Timbaland, der über die notwenige Expertise für eine derartige Aufgabe verfügt. Darüber hinaus arbeiteten die Produzenten Rodney Jerkins, Stargate, Jerome „Jroc“ Harmon und John McClain an den Stücken. 

Normalerweise stehen wir Veröffentlichungen, die nach dem Tod eines Künstlers erfolge,  recht kritisch gegenüber. Zu nahe liegt der Verdacht, die Plattenfirma könnte sich postum noch an dem Künstler bereichern. Die künstlerische Freiheit kann durch mangelndes Mitspracherecht ebenso wenig berücksichtigt werden. Im Fall von Sony horchen wir da auch noch einmal genauer hin, was sicherlich auf die damaligen Probleme zwischen dem Künstler und der Plattenfirma zurück zuführen ist.

Dem Wer stehen wir dennoch offen gegenüber. Neben den acht Original-Aufnahmen gibt es selbstverständlich die modernen Interpretationen zu hören. Und so schlecht, wie so manch anderer Kollege, finden wir den Longplayer gar nicht. Natürlich fehlt ein wenig der künstlerische „Endschliff“ von MJ und manch Song scheint lediglich mit Synthies unterlegt worden zu sein, dennoch sorgt das Scheibchen hier und da für Aufregung und lässt das Tanzbein hüpfen. Besonders gefällt die Kombination mit Justin Timberlake zu dem Song „Love never felt so good“.

Wir würden jedem anraten, sich wirklich die Deluxe Edition zu kaufen, denn nur die Neuaufnahmen zu hören, könnte auf die Dauer zu langweilig und überschwellig sein. Zusätzlich ist die DVD, auf die eine Doku zur Entstehung des Albums gepresst wurde, sehr interessant.

 

4 Comments

  1. Natascha sagt:

    Mein erstes Michael Jackson Album bekam ich in den 90ern zu Weihnachten geschenkt. Damals waren „Black and White“ und „Heal the World“ meine absoluten Lieblingshits. Daher bin ich recht gespannt auf diese Album. Freue mich schon rein zu hören!

  2. Karina sagt:

    Hallo,

    auch ich hatte mal alle Alben von ihm, leider oder vielleicht zum Glück bin ich nicht in eine Art Hyper verfallen. Irgendwann habe ich sie verkauft, mag die Musik aber immer noch. Allerdings habe ich so ein Problem damit zu wissen, dass es Michael nicht mehr gibt und trotzdem neue Alben veröffentlicht werden.

    Na ja,… das ist Geschmackssache.

    Reinhören werde ich sicher mal, aber mehr auch nicht.

    LG

  3. StefanamMeer sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Ich schreibe gerade eine kleine Biografie über Michael Jackson und habe noch nach Informationen über dieses Album gesucht.

    Liebe Grüße, Stefan

  4. Steve sagt:

    Sehr coole Seite

    Gerade beim Surfen im Netz gefunden. Bin schon sehr lange Michael Jackson Fan und habe sogar den Moonwalk gelernt. Ich finde einfach der Mann hat was drauf gehabt.

    Werde mich hier wohl mal öfter aufhalten.

    LG
    Steve

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