Albumcheck | Greatest Hits – Covered in Milk von Milking The Goatmachine

Es gibt ja immer sowas wie  „Trendy animals“ : An jeder Ecke im Netz durften sich seit geraumer Zeit Eulen bewundern lassen, Katzen sind sowieso die Dauerbrenner schlechthin und Faultiere scheinen gerade auch tierisch gefragt zu sein…Den Jungs von Milking The Goatmachine haben es dagegen die lieben Ziegen angetan. Konzeptionell umfassen ihre Werke daher immer wieder spannende Anekdoten und zeitgenössische Themen rund um die wiederkäuenden Paarhufer im liebevollen Grind-Gewand…und das seit 2008.

Dabei bekamen die coverfreudingen Deathgrinder sowohl bei ausgiebigen Touren als auch kleineren Shows immer wieder ein wohlwollendes „Mäh!“ aus den Fanreihen zugemeckert.  Das ändert aber nix daran , dass sie auch in Metalkreisen stark polarisieren. Man muss schon irgendwo Humor und eine Prise „gesunden“ Wahnsinn aufbringen, damit das alles zündet. Bisher wurde diese „Randgruppe“ eben gut bedient und bekommt jetzt mal eine komplette Cover-CD kredenzt. Keine wirklich bahnbrechende Idee,klar…aber hier kommt`s eben (wie bei vielem) auf die Mischung und eigene Duftmarke an.

Und so kommen ganz besonders „Hymn“, „Temple of Love“, „Rebell Yell“, „Major Tom“ und „Ma Baker“ auf den Punkt. Das macht Laune, sich das alles mal im groben Mecker-Stil zu geben. Pig Squeals dort, wo man nur drüber schmunzeln kann, wenn man die Originale kennt. Schredder- und Blastbeats, wo man sie erstmal nicht erwartet…da hört man dann eben schonmal genauer hin und das steigert auch den Wiederhörwert enorm. Trotzdem kann man das alles auch nebenher laufen lassen. Die Auswahl ist insgesamt kurzweilig genug, um auch mal so zwischendurch angenehm hörbar zu sein.

Auch sonst nimmt sich das Album kein Stück ernst. „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ nach allen Regeln der Kunst zu verdeathwursten, das ist schon ziemlich schräg…aber eben auch sehr launig dargebracht. Ein wenig Durchschnittskost ist zb mit „Big in Japan“ und „Wake Me Up“ am Start. Hier fehlt irgendwie die eigene Note, die man sonst von den Ziegen gewohnt ist. Schlecht ist aber auch das nicht, dafür sorgt nicht zuletzt die durchweg knallige Produktion.

Insgesamt darf man hier natürlich nicht völlig rational an die Geschichte rangehen, aber das wissen die Fans der Combo sowieso. Und genau die sind auch einmal mehr bestens bei Milking The Goatmachine aufgehoben und bekommen hier knapp 40 Minuten angenehme bis sehr gute Coverunterhaltung im Death/Grind-Gewand.

Möge die Milch mit euch sein…Prost !

Sam

Trackliste:

01.  Ma Baker (Boney M)
02.  Hymn (Ultravox)
03.  Bad case of loving you (Robert Palmer)
04.  Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett (Bill Ramsey)
05.  Hip to be square (Huey Lewis and the News)
06.  Temple of love (Sisters of Mercy)
07.  Rebel yell (Billy Idol)
08.  Gimme all your lovin (ZZ Top)
09.  Major Tom (Peter Schilling)
10.  Don’t say motherfucker (Turbonegro)
11.  Big in Japan (Alphaville)
12.  When I come around (Green Day)
13.  Wake me up (Aloe Blacc)

Spielzeit:

40 min

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.