Albumcheck | BETWEEN WORLDS von AVI AVITAL

Das Album greift in all seinen Melodien auf slawische Ursprungsmusik. Die Musikstücke sind Melodien von überwiegend slavischen Musikern vom Opernbereich. Das Kernthema sind slavische Musik und Stücke in zeitloser Gestaltung.

Die Künstler, nach denen aufgespielt wird, sind:

– Sulkan Tsintsadze (1925-1991)
– Béla Bartók (1881-1945)
– Manuel de Falla (1876-1946)
– Heitor Villa-Lobos (1887-1959)
– Astor Piazzolla (1921-1992)
– Ernest Bloch (1880-1959)
– Vittorio Monti (1868-1922)
– Antonin Dvorak (1841-1904)
– Ora Bat Chaim (1935)
und Sulkan Tsintsadze.

Der Hörer hört zudem“Traditonal Welsh” von Hen Ferchetan und „traditonal Bulgarian (Stück: Bućimiś)

Die einzelnen Stücke sind manchmal im Album fließend miteinander verbunden. Wenn der Hörer nicht genauestens zuhört, spürt er die Übergänge zum nächsten Musikstück nicht. Markant in vielen der Stücke sind die Violine, Mandoline und das Cello. In manchen Stücken ist eine Harfe, ein Akkordeon, eine Flöte oder eine Gitarre dabei. Im Stück „Nigun“ No. 2 von Baal Shem ist neben der Harfe eine Klarinette zu hören. Das Zusammenspiel im Orchester und die „Kommunikation zwischen den einzelnen Musikinstrumenten sind fließend. „Aria (Cantilena)“ (aus Brasilien, und Fuga Y Misterio (aus Argentinien), die meisten anderen Songs sind aus dem slawischen Raum.

Die Songs haben etwas Beruhigendes an sich. Lauscht der Hörer bei dem Stück „Siete Canciones Populares Espańolas“ fallen ihm vielleicht die Landschaft, die Leute und die Volkstänze ein.

Die Melodien der Stücke ist ständig etwas Neues. Es lohnt sich für den Hörer mit diesem Album den Tag ausklingen zu lassen. Der Hörer kann abschalten, vom harten Arbeitstag. Er kann sich auf die Stücke besinnen und sich ganz zurück lehnen. Die Instrumenteneinlagen, wie in Falla werden gekonnt eingesetzt. Die Lieder im Album sind mal leise, mal laut. Das Lied Nummer 15 erinnert vielleicht irgendwie an Ungarn, oder ein anders slavisches Land.

Bei Csárdás von Monti hört der Zuhörer abwechselnd die Harfe und das Akkordeon. Romantisch klingen die Songs, plätschern wie Wasser vor sich hin. Avi Avital bringt die verschiedenen Musikstücke auf einen Nenner. Avi Avital blickt in die Zukunft und schaut in die Vergangenheit mit seinen Stücken. Für den Hörer ist sein Album etwas ganz besonderes, anderes.

Artist: AVI AVITAL
Besetzungen:
Mandoline: Avi Avital
Akkordeon: Richard Galliano
Harfe: Catrin Finch
Clarinette: Giora Feidman
Percussion: Itamar Dorari
Label: Deutsche Grammophone GmbH, Berlin
Veröffentlichung: 2014

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