Albumcheck | “ad hoc“ von Dominic Miller

Eine Art “House-Musik” der konventionellen Art, mit Gitarren, Chorgesang, und Schlagzeug bietet das Album ad hoc. Musik kann so spontan sein. Es lässt sich darüber streiten, ob Keyboard-Musik besser ist, als Musik von echten Instrumenten. Es ist Musik, die nicht aufträgt, nicht an starre Grenzen liegt und leicht schwingt, spontan und kreativ ist.

Miller meint dazu, dass die ersten Ideen die Besten sind, und vergleicht seine Ideen zur Musik mit dem ersten Kuß. Er meint, der erste Kuß sei unbeholfen, aber ehrlich und unvergesslich. Das besondere an diesem Album ist, dass Miller, als er das Tonstudio betrat, nicht wusste wie die Musik sein wird. Miller wollte diese Stimmung, diese Aufgeregtheit, wie bei einem ersten Treffen erzeugen.

Mitgewirkt an seinem Album hat der Marokkaner Rhani Krija, der Perkussionsinstrumente beherrscht, der bereits bei Songs von Sarah Connor, Xaver Naidoo, Don Byron mitgewirkt hatte. Zu Krija meint Miller, er habe sein drittes Ohr und sei zuverlässiger Vertrauter.

Am Cello und Stehbass stand der Schwede Lars Danielsson, Miller meint er könnte Ihm stundenlang zuhören, und er verströme guten Geschmack. Er hält auf den Songs einen singend-Warmen kultivierten Ton und erzeugt mit den Instrumenten lässige Grooves.

Sebastian Stunitzky ist Sidemann von Nils Landgren, Rebekka Bakken, und Wolfgang Haffner.

Und Dominic Miller ist an der Trompete und dem Keyboard. Er vermittelt Harmonie und Persönlichkeit in den Musikstücken.

Die lyrische, albanische Koloratusopranin Eda Zari ist Opernsängerin, lebt in Deutschland singt aus Leidenschaft mit viel Energie und Tiefe, wie hypnotisierend.

An der Lap Steel Guitar ist Dylan Fowler von Wales.

Der fiddle player Peter Tickell, der für die Sings, für Vincent Segal und Maybe Myrtle Tyrtle bereits gearbeitet hatte, ist bei diesem Album dabei.

Einen tadellosen Ruf besitzt Miller in der Fachwelt. Geboren in Buenos Aires, die Mutter Irin, der Vater Amerikaner. Miller studierte Gitarre im Berklee College in Bosten und der Guildhall School of Musik in London und ist Sessionmusiker. Seine Engagements waren Kollaborationen zusammen mit Tina Turner in „Wildest Dreams“, Eddi Reader in Mirmama“ oder beispielsweise The Chieftans in „Long Black Veil“. An jedem String-Album ist Miller dabei und ist an etlichen Konzerten dabei.

Miller hatte das Album ziemlich schnell geschrieben, die Arrangements und Tonarten brauchten Zeit. 7/8-tel Takte hört der Hörer in „Exiting Purgatory“, der Hörer hört Worldjazz, „Maroccan Roll“ und andere Stile wie Modernjazz, Akustikfolk, Electronica, Klassik und Weltmusik.

Album: ad hoc
Artist: Dominic Miller
Label: Q-rious Music, Germany / Rutis Music Ltd., UK
VÖ: 2014
Tonstidio: Maarwegstudio2, Köln

2 Comments

  1. Simon sagt:

    Ein wirklich tolles Album ! Man merkt schnell selbst, dass Miller als Künstler und Individualist seine ganz eigene Art von Musik macht, die super in das elektronische Genre passt.

  2. Nina sagt:

    Kann der Rezension nur zustimmen! Denn auch hier zeigt Dominic Miller wieder einmal mehr, dass er mit seinen virtuosen Gitarrenklängen den Nerv seiner Fans trifft. Nicht umsonst stand er schon mit Sting oder Phil Collins auf der Bühne. Würde ich in jedem Fall weiterempfehlen!

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