DVD-Check: The Rise and Fall of The Clash

Sie beeinflussten und beeinflussen noch heute zahllose Bands. Sie werden von einigen in eine Reihe gestellt mit den Beatles und den Rolling Stones. Eines sind sie auf jeden Fall: Die ehrlichere Punkband als die Sex Pistols.

Dabei sind The Clash schon lange Geschichte. Und die Geschichte zu der Geschichte ist in eineinhalb Stunden HD 16:9 auf DVD auf DVD gedampft. Eine Geschichte mit vielen Beteiligten, eine Geschichte voller Konflikte, Chaos, Drogen und Notlösungen. Erzählt von Menschen aus dem Umfeld und vor allem den fast dreißig Jahre nach der Auflösung der Band mittlerweile ehrwürdig ergrauten Gründungsmitgliedern selbst. Außer Joe Strummer natürlich, ruhe er in Frieden. Garniert mit vielen Schnipseln von Konzerten und alten Aufnahmen.

Vom zwiespältigen Verhältnis zu Manager Bernie Rhodes über die Drogenprobleme vor allem des stilprägenden Drummers Topper Headon und dessen Rauswurf bis zum Problem Erfolg: nicht alle Bandmitglieder waren glücklich mit Reichtum und Überholspur. Und zum Schluss Niedergang und Auseinanderbrechen der Band nach etlichen Umbesetzungen.

Die Machart des Filmes, die Erzählweise ist nicht unbedingt neu oder sensationell: Ausschließlich O-Töne, meist aktuelle, zum Teil aber auch kurze Szenen „von damals“, auch Telefonmitschnitte, zum Teil mit dazugehörigem Fimmaterial, historischem oder auch alten Fotos. Das Rad neu zu erfinden wäre auch Quark gewesen, denn so kommen die verschiedenen Charaktere, die sie heute noch sind, am deutlichsten zur Geltung. Auch Reste von Bitterkeit sind gelegentlich zu spüren.

Der inhaltliche Aufbau ist gut sortiert, nicht starr, aber immer aufgeräumt, verwirrt nicht. Es geht immer in Richtung des Höhepunktes, und auch wenn der Film immer das gleiche ruhige Tempo vorlegt wird er nie langweilig. Was mir jedoch ein wenig fehlt sind vielleicht ein paar komplett (live) gespielte Lieder. Zur Dokumentation und als kleine Atempause.

„The Rise and Fall of The Clash“ ist empfehlenswert für alle, die The Clash, Britpop, Alternative und sowas mögen!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

2 Comments

  1. J. Müller sagt:

    Schön mal etwas in diese Richtung zu sehen. Vor allem mal neue Hintergrund Fakten durch besagte Telefonate und Filmereien die man so eigentlich nicht mitbekommt.
    Top!

  2. Alarmanlagen Berlin sagt:

    Jawohl, mein Vorgänger hat es eigentlich auf den Punkt gebracht. Schöne Grüße aus Berlin

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