Albumcheck | Hammercult: Steelcrusher

Ich fürchte, ich muss seltsame Metaphern dafür missbrauchen, um die Musik zu beschreiben, die gerade die Lautsprecher zum Rauchen bringt. Aber das seid Ihr ja gewohnt.

War das Debutalbum „Anthems of the Damned“ eine Art freundlicher Psychopath von nebenan, der mit seinem Hackebeilchen hinter dem Vorhang lauert, um Dich lächelnd abzumurksen, so ist das nun vorliegende Nachfolgewerk „Steelcrusher“, auf welches uns die  Thrasher von Hammercult haben fast zwei Jahre warten lassen, wie ein mit einem Ferrari gekreuzter Panzer, mit welchem gepflegt und sportlich alles einfach plattgewalzt wird.

Statt des ursprünglichen und kratzig-rohen Sounds des Vorgängers präsentieren die Israelis diesmal etwas episch-fettere Klänge, die durchaus einen Schuss Power Metal zu haben scheinen. Klassischer, wenn Ihr so wollt. Wobei Yakir Shochat klingt wie gewohnt: Er hat zwar eine seriös klingende Sprechstimme, aber lässt man ihn ans Mikrophon, dann klingt er furchteinflößend, als hätte man Udo Dirkschneider im Atommeiler gegrillt.

Auf Balladen verzichten die Jungs weiterhin. Ist auch besser so.

Platte Kaufen. Und danach neue Lautsprecher!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

1 Comment

  1. Israuor sagt:

    Ich liebe das Album.. Ist so gut wie gekauft.

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