Albumcheck | Gabi Delgado: 1 (Eins)

Cover: Gabi Delgado - Eins

Cover: Gabi Delgado - Eins

Ist das schon derart lange her? Was macht der ehemalige Frontmann der „Neue-Deutsche-Welle„-Band DAF heute, dreißig Jahre später? (Blöde Frage, er bringt natürlich ein Album heraus, wozu sonst dieser Artikel?)

Nein, Gabi ist diesmal kein Mädchen, sondern ein Mann, mittlweile Mitte fünfzig und den jüngeren von uns mangels NDW-Bezug wohl weniger geläufig. Macht nix, kann man ja kennenlernen. Wer’s gerne elektronisch-spacig-housig hat und kryptische deutsche Texte mag sollte auf jeden Fall in das „Eins“ getaufte Soloalbum des  Sängers der Band „Deutsch-Amerikanische Freundschaft“ namens Gabi Delgado reinhören!

Ein Hauch NDW ist auf jeden Fall geblieben. Die Grundsubstanz mag irgendetwas mit House  sein, dem Delgado sich vor knapp dreißg Jahren verschrieben hatte. Doch über den achtzehn teilweise monoton-meditativ-tranceverursachenden Titeln des am 28. Februar 2014 erscheinenden Albums liegt deutlich auch ein Hauch von „Der Räuber und der Prinz“ und „Der Mussolini“.

Gabi Delgado hatte vorab bereits ein „sexbesessenes Album“ angekündigt. Ganz von der Hand zu weisen ist das durchaus nicht, mit Titeln wie „Neosexi“ und „Sexkamikaze“.  Doch wirklich „besessen“ kommt es auch nicht über, jedenfalls nicht in Bezug auf Geschlechtlichkeit. Macht aber nichts, schließlich heißt das Album „Eins“ und nicht „Schweinkram“. Einige kritische Texte sind auch dabei, wobei die Lyrics insgesamt eher spartanisch sind. Wie damals.

Fazit: Interessant für Freunde der „Neuen Deutschen Welle“ und von House.

Live gibt es Señor Gabriel Delgado López auch zu sehen:

  • 28.02.14 Krefeld, Kulturfabrik
  • 01.03.14 Berlin, K17
  • 06.03.14 Hannover, Engel 07
  • 07.03.14 Bremen, Lila Eule
  • 08.03.14 Dresden, Straße E

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

1 Comment

  1. Die Musik, die ich bisher von dem Album schon hören konnte, ist großartig…back to the roots. Las letzte DAF Album hat mir nicht so gefallen, aber hier freue ich mich schon auf den Start. Und dann spielt er auch noch im K17…cool. Danke für den Tip. Das hätte ich glatt übersehen.

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