Albumcheck | Red Fang: Whales and Leeches

Also, wenn die Herrschaften vom „Roten Reißzahn“ so riechen, wie sie aussehen, sollte man beim Besuch eines der geradezu legendären Konzerte vielleicht nicht gerade in der ersten Reihe stehen. Oder die Mädels vielleicht erst recht, „Männerschweiß macht Frauen heiß“ oder wie war das?

Na gut, so schlimm isset auch nicht. Und der Herr ganz links hat eine frappierende Ähnlichkeit mit Heinz-Rudolf Kunze, nicht wahr? Nun, das

Outfit passt auf jeden Fall zur Musik. Red Fang, die mit Whales and Leeches (Welch ein Titel!)  ihr mittlerweile drittes Album abgeliefert haben, sind so 70er-Stoner-irgendwasmäßig unterwegs. Eine Richtung, die mir persönlich gar nicht liegt. Doch die vier Rocker aus Portland im tiefsten Nordwesten der USA haben es tatsächlich geschafft, mir auch privat und subjektiv zu gefallen.

Red Fang

Red Fang Pressephoto 2013

Der Sound ist zwar sehr dreckig, aber nicht so pampig wie sonst in dem Genre üblich. Die Instrumente und Stimmen sind gut differenziert, so dass die Künste eines jeden der Musiker vernünftig gewürdigt werden können. Ein sonst gerne gemachter Fehler (falls man das überhaupt so nennen darf) wird auch vermieden: gar zu langatmige Instrumentalpassagen, die letztlich höchstens auf musikalische Masturbation des jeweiligen Solisten herauslaufen, aber mangels Eifallsreichtum einschläfern. Red Fang hingegen machen durchaus längere instrumentale Teile, doch hören sie netterweise immer rechtzeitig auf.

Und die Stücke klingen nicht alle gleich. Ein deutliches Plus. Manchmal höre ich so etwas durch wie Led Zeppelin, Black Sabbath, Motörhead und solches, ohne dass es nachgeäfft klingt, eher wie ein ironisches Zitat.

Fazit: Whales and Leeches? Alles, was Rock ist!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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