Albumcheck | Generation Suicide von The Suicide Kings

In Hessen poggt der Bär. „The Suicide Kings“ mixen Punk mit Hardcore und einem ordentlichen Schuß Metal. Sie bewegten sich mit kleineren Aufnahmen und Mini-Gigs lange im Untergrund und tourten u.a. mit Dritte Wahl und Troopers. 2011 brachte man mit dem dritten Longplayer „Menticide“ dann eine Platte raus, die auch den Medien insgesamt positiv auffiel.  Mit „Generation Suicide“ gibt`s nun wieder ordentlich was auf die Ohren…

Schöner Start, muss ich sagen…“In my Eyes“ zeigt eigentlich schon sehr gut, wie man leicht speedigen Punk mit einer ordentlich Metal-Riffbreitseite kombiniert, zwischendurch immer mal Midtempo wechselt, ohne an Saft zu verlieren.

Danach kommt auch schon der Titelsong und hier macht man soviel richtig, wie man nur richtig machen kann: Das ist Punk/Hardcore, wie ich ihn mir wünsche: Kraftvoll, zügig, rotzig…das muss eigentlich der Pit-Knaller sein bei kommenden Gigs. Andreas „Gerre“ Geremia von Tankard mischt hier übrigens gesanglich mit. Hauptsächlich punkig , aber nicht weniger markig, präsentiert sich Nummero 3 „Contradiction“… eine nette Oldschool-Nummer zum mitwippen.

Die Band kann dieses überzeugende Niveau insgesamt gut über die gesamte Spiellänge von 30 Minuten (10 Songs) halten.  Das taffe Songwriting lässt wenig Platz für Lückenfüller oder Langeweile. Der Gesang ist rauh und rotzig, bettet sich aber trotzdem sehr gut in die hauptsächlich sehr melodischen Tracks ein.  Selten kommt es mal vor, dass Sänger Rüdiger nicht exakt die „richtige Note“ trifft, aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Für einen mehr als ordentlichen Ton sorgte der Gitarrenheld von Heaven Shall Burn. Alles kommt knackig und differenziert durch.

Tja, ein tolles Brett wird hier abgeliefert. Seinem Stil treu bleiben und trotzdem ein ganzes Album lang nicht eintönig klingen ist schon eine Kunst für sich. Die überschaubare Länge der Songs ist in diesem Sinne genau richtig und sorgt für Dynamik. Da freut man sich auf zukünftige und hoffentlich  ebenso gute Outputs.

Kurz: Das ist die richtige Arschtrittmucke mit Seele und Melodie für Freunde rauher Punk/HC-Nummern !

Sam

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