Albumcheck | Relentless: Souls of Charon

Die Fünf-Personen-Kapelle aus dem wunderschönen Chicago wirft gerade ihr Debutalbum auf den Markt, genaugenommen für hiesige Lande am 10. November 2013. Stilistisch wird es im Beipackzettel unter Heavy/Doom Metal einsortiert.

Das kommt auch hin. Relentless erinnern da ein wenig an Black Sabbath, auch wenn sie eigentlich gar nicht daran erinnern. Die Musik auf Souls of Charon ist erfreulicherweise zwar düster, aber nicht so lehmig wie der bekannte Standard-Doom. Und vor allem nicht so lahmarschig. Die Sängerin wiederum scheint man für die Aufnahmen eigens in irgendeine gruselige Gruft gesperrt zu haben. Klanglich etwas gothisch.

Rotzige Riffs, teilweise sogar etwas punkig, bewirken auch bei Uptempo-Nummern eine deprimierende Atmosphäre (ähnlich wie bei den Cramps, wenn auch nicht musikalisch, sonern von der Stimmung her). Die Soli und sonstige Gitarreneinsprengsel bei Relentless sind meist originell, kein Anfängerkrempel und setzen erfreuliche Akzente.

Nett wäre jedoch gewesen, das Mädchen zur Abwechslung auch mal zu entgruften. So ganz unveränderte Klangfarben sind weniger abwechslungsreich und könnten zu Gähnen führen. Dabei ist die Substanz recht ansprechend. Aber vielleicht muss das so sein.

Fazit: Souls of Charon ist auf jeden Fall etwas für Freunde der Finsternis, wenn es nicht immer nur Black oder Death sein soll. Gothictauglich.

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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