Albumcheck | Markradonn: Final Dying Breath

Death-Metal-Texte sind selten ansprechend und selten wirklich originell. Was meist nicht stört, da sie ohnehin schlecht zu verstehen sind wegen der genretypischen Artikulation. Die Texte auf diesem EP-Erstling machen da keine Ausnahme. Also achten wir mal lieber auf die Musik.

Fünf Titel haben Markradonn aus Orlando/Florida auf Final Dying Breath verewigt. Und, wie zu erwarten, die Musik ist hässlich. Und anders. „Experimental Death Metal“ soll das sein, und genauso klingt es! Nicht das urtypische Geholze, sondern irgendwie… schräger. Manchmal gar an Jazz erinnernd. Verstärkt durch orchestertypische Instrumente, was im Todesmetall eher rar ist. Weltmusik-Einsprengsel mit Avantgarde-Noise. Einsatz von Percussion. Sogar ein Didgeridoo ist im Einsatz!

Der fünfte und damit letzte Titel der EP, Cathartic Spiritual Purgation, ist geradezu extrem und kaum noch als Metal zu identifizieren. Eher, als hätte man Frank Zappa und John Zorn aufeinandergehetzt und das ganze durch den Verzerrer genudelt. Auf jeden Fall originell.

Fazit: Der Stoff ist echt krank. Markradonn sind nichts für konservative Gemüter! Eher für Entdecker und Experimentierfreudige. Empfehlenswert.

 

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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