Albumcheck | DunkelNacht: Revelatio

Genauer auf den Inhalt des Albums einzugehen ergäbe sicher besser einen eigenen Artikel. Nur so viel sei gesagt: das Konzeptalbum hat zum Thema die berühmten drei japanischen Affen Mizaru (nichts sehen), Kikazari (nichts hören) und Iwazaru (nichts sagen) als Symbol für die menschliche Gesellschaft, ihre Organisation und den Umgang miteinander.

DunkelNacht ist nicht etwa eine deutsche Band. Nein- Es sind ein paar für Black Metal vergleichsweise zivilisiert aussehende Franzosen. Die dann aber weder deutsch noch französisch klingen, sondern nach ziemlich fies. Im Winter erscheint nun deren neues Album Revelatio.

Dunkelnacht

Dunkelnacht

Schwarzmetallische Schrabbelriffs mit quietschenden Einsprengseln in den obersten Lagen unterlegen etwas, was klingt wie das letzte Röcheln eines sterbenden Greifs unter Druckluft. Zeitweilig kommen auch konservativere Klänge zu Gehör, sogar ein Intrumental auf Tasten, quasi als kurze Ruhemomente, die schwere und dazu noch intellektuelle Kost zu verstoffwechseln. Denn dieses Album hat einen ungewohnten Tiefgang. Inhaltlich wie musikalisch. Zumal freundlicherweise auf einen pseudo-unkommerziellen Badezimmersound verzichtet wurde. Die jeweils aufgebaute Stimmung passt zum jeweiligen Inhalt.

Ein von DunkelNacht bizarr aufbereiteter bizarrer japanischer Mythos.

Revelatio endet mit einem gruseligen Outro. Denn letztlich war das ganze -wie immer- ein Kampf von Heuchelei, Überheblichkeit und Wahnsinn.

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!

Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.