Albumcheck | „Brand New Machine“ von Chase & Status

Das britische Produzenten-Duo Chase & Status hat sein neues Album „Brand New Machine“ vorgelegt, das mit mehr oder minder namhaften Gästen nur so protzt, und auch musikalisch durchweg zu überzeugen weiß.

Einigen da draußen wird der Name des Duos mit Sicherheit noch bekannt vorkommen, haben sie in der Vergangenheit doch etwa mit Leuten wie Rihanna, Cee-Lo Green, Plan B oder Tinie Tempah gearbeitet. Nun hat das Duo, welches aus Saul Milton (Chase) und Will Kennard (Status) besteht, und gemeinhin in den Genres Drum & Bass, Bass Music, UK Garage und Breakbeat unterwegs ist, sein neues und drittes Studioalbum vorgelegt.

Und dabei lassen sie sich nicht nur an einer recht bunten musikalischen Mischung aus, sondern sich auch von einer wahren Heerschar von Gastmusikern begleiten. So wird die sehr 90s-affine und dancige Single „Count On Me“ von der stimmgewaltigen britischen Sängerin Moko veredelt, der weiter nicht allzu bekannte, aber stimmlich durchaus fein anzuhörende Ed Thomas begleitet das sehr gelungene und nachdenklichere „Blk & Blu“,  auf „Pressure“ helfen dann die berühmten Kollegen von Major Lazer aus, das schick elektronisch-triphopige und düster angehauchte „Machine Gun“ wird vom Rapper Pusha T begleitet, das getragen atmosphärische und gen Ende rockiger veranlagte „Heaven Knows“ wird sehr schön von der Sängerin Ellie Ingram unterstützt, auf dem famosen Drum & Bass-Ohrwurm „Lost & Found“ ist dann der britische Sänger Louis M^tters mit von der Partie, das streckenweise nach den housigen frühen 90ern schmeckende „Deeper Devotion“ bietet Stimmfetzen der britischen Musikerin Yolanda Quartey, der niederländische Sänger Bo Saris lässt dem fabelhaften, vom TripHop beeinflussten „Breathing“ seine herrliche Stimme angedeihen, und dem ziemlich tollen „What Is Right“ machen Sängerin Abigail Wyles und Disco-Legende Nile Rodgers ihre Aufwartung, 

Und das ganze klingt dann in seiner Gesamtheit äußerst vielseitig und einfallsreich, und bietet beinah für jeden etwas – ohne dabei aber zusammen gewürfelt oder unschlüssig zu klingen. Zwar ist ihnen mit „Brand New Machine“ kein Meisterwerk im engeren Sinne gelungen, aber das ist gar nicht nötig. Denn es ist eine ungemein unterhaltsame und mehr als gelungene und inspirierte Platte geworden, die verschiedenste Genres, Stile und Stimmungen vereint, und dabei durchweg Laune macht.

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