Albumcheck | „Bitter Herbs“ von Mechanical Bird

Die Newcomerband Mechanical Bird aus Dänemark kommt dieser Tage mit ihrem Debütalbum aus wunderbarem und blumigem Psychedelic-Pop daher, das Liebhabern des Genres Freudentränen in die Augen treiben kann.

Viele kennen die Band aus Kopenhagen noch nicht, die sich um Bandleader Jakob Brixen konzentriert: die offizielle Facebook-Seite von Mechanical Bird (die insgesamt aus 4 männlichen und einem weiblichen Mitglied bestehen) zählt gerade einmal 1000 Likes. Und nicht nur, dass es mehr als guten Grund gibt, dass sich dies schleunigst ändern sollte, so klingt die Musik des Quintetts doch irgendwie überhaupt nicht so, als sei sie in Zeiten von Internet, Smartphones und Social Networks entstanden.

Vielmehr wandelt die Band hier auf stark psychedelischen Wegen –  immer ganz und gar dem Geist der späten 60er Jahre verpflichtet. Wunderbare Melodien und leidenschaftliche Darbietung inklusive. Wer einen Hang zu derartiger Musik hat, der kann sich auf ihrem Debütalbum „Bitter Herbs“ mit schmelzender Seele auf eine hypnotisierende Reise begeben.

Sie beginnt mit orientalisch geflavourten, psychedelisch-folkigen Klängen im fabelhaften Opener „Seven Valleys“,  führt über den famos orgelnden, an The Coral erinnernden Psych-Pop-Ohrwurm und  Titelsong „Bitter Herbs“, die warme, folkige und melancholisch-schöne Ballade „A Lilac Scent“, in die auch ihre Sängerin Sarah Hepburn wundervoll mit einstimmt, das entgegen seinem Titel herrlich fröhliche und blumige „The Incredible Sadness“, bis hin zum melancholisch-verträumten „The Seas Will Turn Against Me“, und dem feierlichen Abschluss mit „Caravan“.

Zusammen genommen ganz wundervolle, authentische, melodieverliebte und warme Hippie-Musik zum dahin schmelzen. Sicherlich wird manch einer das gar nicht mögen – aber wer ein Faible für leidenschaftlichen und melodischen Psychedelic-Pop hat, und Bands wie The Coral ohne weiteres etwas abgewinnen kann, der wird auch mit dem Debüt von Mechanical Bird seine wahre Freude haben.

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