Albumcheck | American Illusion von Venrez

Venrez werden den meisten Rockanhängern weniger sagen als Hardcore Superstars oder Buckcherry. Nach einer erfolgreichen Tour  mit dem einzigen, erhabenen und großartigen SLASH himself dürfen sie mit diesen Combos jetzt in Europa die Bühnen stürmen und haben auch gleich einen neuen Longplayer im Gepäck. 

Fängt auch gleich gut an mit dem ersten Song „Unforseen“…mal fühlt sich dezent an schleppende  Nummern von Soundgarden und Alice in Chains erinnert, bissel straigther und gradliniger vielleicht. Gar nicht übel…

Dann folgt mit dem nächsten Song ein etwas anderer Ausflug, 70er-Rock und moderner Hardrock mit einer ganz netten Hookline. Könnte man mitsummen und mitwippen. Bei „Hot Air“ gefällt mir die Gitarrenarbeit, der Grundton ist hier gepflegter Grunge und Alternative Rock, aber alles weiterhin sehr ruhig. „Vultures“ ist in seiner Machart mein Favorit auf der Scheibe, hat vermutlich den größten Anteil an Heavyness und sogar ne Portion Punk…gut, gut.

Ein bissel mehr Orginalität täte gut, das merkt man zwischendrin immer wieder. Vieles ist gut gemacht, aber auch gut übernommen. Stilistisch wird leicht düsterer und ruhiger Rock aufgefahren als brachiale und stimmungsvolle Nummern. Der letzte Song zeigt dann nochmal eine eigenständigere Seite und zeigt sich eher verträumt , denn als klassische Rockballade…kann man gut zu abschalten. Spielzeit beträgt knapp 44 min bei 10 Songs.

Fazit: Mangelnde Eigenständigkeit steht einem größtenteils sauberen Retro- Gitarrenspiel und einigen gelungenen Hooklines gegenüber. Hardrocker mit Hang zum Grunge sollten sich angesprochen fühlen und den Silberling ruhig mal antesten…schlecht isset nicht.

Sam

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