Albumcheck | Waves of Hate von Solacide

Die Melodic Blacker Solacide haben eine kleine EP am Start. Wer sie nicht kennt: Gibt`s bereits seit 2004, kommen aus Finnland und sind bis jetzt nicht größer bekannt. Das will man wohl ändern und brettert uns deswegen die EP „Waves of Hate“ um die Ohren. Ich bin gespannt…mit 3 Songs, 2 Livesongs und einer Spiellänge von 31 min.  ist`s ohnehin eher ein Vorgeschmack auf `nen richtigen Longplayer.

Und wenns da nach dem Opener geht, stehen ihnen dafür auch die Türen offen. Der Titelsong ist ein Brett vor dem Her…äh , Fürsten der Dunkelheit wohl eher.

Die Leads sind der Knaller , vorangetrieben von den Drums, man liebt den gepflegtenn Blastbeat. Eine Schnittmenge aus Dissection ,Mephistopheles und Wintersun darf sich hier vorgestellt werden. Insgesamt dominiert eine progressive und stets melodische Atmosphäre. Geschwindigkeit ? Schnell, teilweise sehr schnell und Hauptdarsteller sind die rasiermesserscharfen Soli. Klasse !

Der nächste Song bläst in ein ähnliches Horn, ist aber bei weitem generischer und nicht mehr so fesselnd. Er ist nicht übel, aber auch nicht der Oberknaller. Klingt einfach wie schon 8765 mal gehört und nicht wirklich hängengeblieben. Weiter…

Der Bruch kommt mit „After the Fall“ … hier winkt, mir zur Freude, Catamenia ganz fröhlich entgegen. Fokus liegt nicht mehr auf Speed, sondern eher auf eingängigen und sehr melodischen Black Metal. Die Clean Vocals passen gut ins Gesamtbild und sind nur gestreut vorhanden. Die Soli sind verspielt und zahlreich, abgerundet von kurzen Akustikparts.  Super Song…

Wesentlich reudiger kommt das Live-Material rüber. Hier ist schon eher Oldschool-Blackmetal angesagt. Insgesamt nicht schlecht, aber auch nichts, , was mich jetzt nicht total umhaut. Wenn`s ältere Songs sein sollten, hat sich der Sänger zudem stark verbessert. Das Gekeife klingt doch eher gequält und hört sich bei den „regulären Songs ganz anders an.

Insgesamt ein sehr netter Vorgeschmack auf kommende Outputs. Wenn ich mir was aussuchen darf: Bitte an „Waves of Hate“ und „After the Fall“ orientieren. Für höhere Wertungsregionen fehlt es hier einfach an Material, da muss ich mehr auf die Ohren bekommen. Potential ist aber da und ich warte gespannt auf ein „richtiges “ Album.

Sam

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