Albumcheck | Spiritus Mundi von Aqua Nebula Oscillator

Occult Psych-Rock schreiben sich Aqua Nebula Oscillator auf die Fahne. Thematisch widmet man sich so tragenden Themen wie Aliens, Voodoo oder auch Lovecraft, Dali und anderen Koryphäen ihres Faches. Klingt erstmal irgendwie ….anders ?! Ist es auch…

Das Intro würde ich mal als irgendein verzerrtes , verrauschtes Etwas plus Kinder-und Frauenstimme bezeichnen, in französisch…keine Ahnung , was mir das sagen soll. Vermutlich gar nichts, also weiter im Text.

Der erste Song und Titeltrack „Spiritus Mundi“ ist einfach nur slo-mo…und damit meine ich auch, slooowmooootioooonnn. Hat starke 60/70er-Rockeinflüsse , stellt euch Kram aus der Ära mal in langsam vor , dann kommt`s ungefähr hin. Nicht mein Ding, weil dieser Song wie ein kleines Kind ist , das im Supermarkt konsequent an allen Regalen stehen bleibt. Das ist anfangs noch niedlich, geht einem nach dem 10. mal dann aber tierisch auf den Keks. NEXT…

„Up to the Sky“ überrascht dann ein wenig und bietet fast schon`ne flotte Sohle, bissel punkig und straighter als „Spiritus Mundi“, der Zeh wippt wohlwollend mit. Man wünscht sich ein wenig, dass es genauso weitergeht. Nicht ganz , aber der nachfolgende Song „Turn on Your Min“ hat irgendwas cooles, was auch schon „After Dark“ von Tito & Tarantula aufweisen konnte. Man könnte das Teil ebenso problemlos zu „From Dusk Till Dawn“ laufen lassen. Leider war`s das auch schon, der Rest ist eher sehr speziell und mir nur sehr bedingt zugänglich.

Was für das Album ziemlich bezeichnend ist: Man stellt sich irgendeinen undergroundigen Psycho-Movie vor und denkt dann gleich an so krude und abgefahrene,  rockige Klangbilder wie hier. Die Bandbreite reicht von minimalistischen, eher ruhigen Songs (Human Toad) ala Einstürzende Neubauten bis hin zu psychedelischen Garagerock (Tu Seras Roi) mit vereinzelten Ethno-Elementen, Orgel und Echo-Gitarren. Produktion ist wohl genrebedingt eher unsauber gehalten, soll wohl so sein. Insgesamt beträgt die Spielzeit knapp 40 Minuten bei 10 Tracks plus Irgendwas-Intro.

Im Grunde kann man den Jungs keinen Vorwurf machen, denn insgesamt liefern sie hier ein interessantes Gesamtwerk ab.  Allzu oft wird das Teil aber nicht in meinem CD-Player landen. Warum nicht ? Man sollte sich schon halbwegs in dem Genre zuhause fühlen. Es ist schwermütig, wabbernd, schleppend und ziemlich schwer verdaulich. Nix für mich auf Dauer…

Sam

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