Albumcheck | Porno mit Ton von Korsakow

Wer bei Amazon „porno mit ton“ sucht, wird mit einem seltsamen Ergebnis konfrontiert: Slip Hahn! So zeigt das Ergebnis. Dass man es mit dem aktuellen Album „Porno mit Ton“ von Korsakow nicht mit einem Slip zu tun hat, liegt doch auf der Hand. 

So, jetzt liegt uns also auch noch das zweite Scheibchen der Düsseldorfer Band vor. Aber pssst, beide CDs kamen zusammen in einem Umschlag. Produziert wurde „Porno mit Ton“ von Tim Schulte. Eingepackt in einem „geschmackvollem“ Digipack. Ein Poster als Booklet und sogar sämtliche Songtexte (!) lassen schon ein Plus-Sternchen in die Wertung wandern.

Diesmal beschenkt die Band uns mit 13 Tracks. Angefangen vom Titeltrack „Porno mit Ton“, über „Stadtrundfahrt“, zu „Taube“ bis hin zu „Vasektomie“. Der Song „Stadtrundfahrt schaffte es mit seinem Video mehr als 7 Wochen Platz 1 der Youtube Charts von Antenne Düsseldorf zu besetzen. Kein Wunder haut der auch mal so richtig rein und beschreibt das Lebensgefühl der Düsseldorfer bis ins kleinste Detail.

Um es jetzt einmal vorweg zu nehmen. Mit dem sonst allzu schwierigen zweiten Album haben sich Korsakow nicht nur um längen weiterentwickelt, sondern sich ein Denkmal gesetzt. Die Musik ist ggf. etwas kommerzieller  geworden (ja, wir hören schon wie Stühle  und Bier nach uns geschmissen werden, sorry), dafür aber abwechslungsreicher und gewitzter.

Schon beim ersten Silberling „Knutsch mich“ konnten wir das Potenzial klar erkennen, mit „Porno mit Ton“ haben die Jungs noch mal einen Zahn zugelegt. Das Songwriting ist stimmiger geworden, zudem haben Einflüsse wie Ska oder Reggae ihren Platz auf dem Werk gefunden. Zusätzlich wurden Bläser, Keyboards, Geigen und auch Scratscher eingesetzt. Die Hooks und die genialen Texte sind geblieben.

Der Track „Hormongefühle“ ist eine sehr gelungene Rockballade, die textlich sehr weit oben angelegt ist und eigentlich in den deutschen Charts zu finden sein sollte. Und dies nicht nur auf Platz 65 sondern eher in den Top 10. Bei „Ich singe innerlich“ handelt es sich um ein weiteres Glanzstück des Albums. Gefolgt von Kulanz und natürlich der treibende Song „Sozial TV“. Ebenso genial wie „Vielen Dank“. Last but not least, der absolute Oberkracher „Vasektomie“, der nicht so klingt wie man es vielleicht lesen mag.

Fazit: KAUFBEFEHL!

Porno mit Ton

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