Albumcheck | Hellride: Acousticalized

Dass Metal auch mal mit akustischen Instrumenten gespielt wird ist nicht grundsätzlich neu. Der komplette Verzicht auf elektrische Gitarren, Bass und Schlagzeug hingegen ist eher unüblich.

Hellride (bereits live in Wacken gesehen) machen genau das: Zwei Westerngitarren und ein Sänger. Das wars. Und es ist durchaus überzeugend! Das Trio hat dreizehn Titel auf dem heute erscheinenden Album „Acousticalized“ verewigt, zum größeren Teil sehr überzeugende Coverversionen bekannter Nummern wie „Ace of Spades“ (Motörhead) oder „Heaven and Hell“ (Black Sabbath), aber auch ein paar eigene Werke.

Acoustic Metal bedeutet keineswegs, dass das ganze auch nur ansatzweise klingt wie dieser Pseudo-Mittelalter-Quark. Das ist schon richtiges Geholze, und die armen Eierschneider müssen meist ziemlich leiden. Doch durch den natürlichen Reichtum an Obertönen ist die Abwesenheit elektischer Verzerrungsapparaturen nicht weiter auffällig, durch sehr hartes, perkussives Spiel vermisst man das Schlagzeug nicht. Irgendwie fehlt nichts. Nur vielleicht das Live-Feeling (welches jedoch am Ende des Albums mit einer Aufnahme gewürdigt wird). Denn Live ist das ganze um einiges spaßiger, denn Hellride sind erstklassige Entertainer.

Doch auch die Studioaufnahmen auf „Acousticalized“ zeugen von reichlich Spielfreude, Leidenschaft und Augenzwinkern, welches sagt: Nehmt nicht alles zu ernst.

Fazit: Wer Spaß versteht, sollte das Album kaufen!

Ulf
Ulf
Geboren. Größer, aber nicht wirklich groß und älter, aber nicht erwachsener geworden. Klassische Gitarre gelernt. In Bands gespielt wie "Scheißhausterror". Metalhead. Spezialist für Musik der englischen Renaissance und älter.

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