Albumcheck | „Head In The Dirt“ von Hanni El Khatib

Der großen Masse wird der Singer/Songwriter Hanni El Khatib wohl wenig sagen – doch Dank seines neuen und zweiten Albums „Head In The Dirt“ sollte sich das eigentlich schlagartig ändern.

Denn was der Amerikaner mit palästinensisch-philippinischen Wurzeln uns hier angedeihen lässt, kann man vielleicht am besten als hervorragenden und famos produzierten Garagenrock mit deutlichen Pop-Tendenzen umschreiben.

Produziert wurde das Ganze dann auch von einem nicht gerade unbekannten Namen: hier saß niemand geringeres als Dan Auerbach hinter den Reglern – der Frontmann der amerikanischen Rockband The Black Keys! Und gemeinsam haben sie mit „Head In The Dirt“ eine kleine, rumpelnde und zugleich melodische Meisterleistung geschaffen, die oft gar nicht so weit vom musikalischen Kosmos des Produzenten entfernt liegt – wenngleich schon bei dem Debüt von Hanni El Khatib schon Vergleiche zu The Black Keys heran gezogen wurden.

Bei all dem schafft es der junge Mann aber auch eigenständig und vielseitig zugleich zu klingen. So mag zwar schon der Opener „Head In The Dirt“ ein wenig an die Black Keys zu erinnern, aber auch die Ruppigkeit der White Stripes schimmert immer wieder hindurch. Letztere Anflüge kann man auch im famosen „Nobody Move“ erkennen, der aber ebenso mit schicken Pop-Elementen spielt, und all das mit herrlich angestaubten Orgel-Klängen vermengt. „Skinny Little Girl“ oder das noch eine Spur eingängigere „Penny“ stellen dann im Grunde astreine Hits dar, die ohne weiteres hohe Chartsränge erklimmen könnten. Und „Low“  gibt einen leicht bluesigen Garage-Rock-Kracher ab, der sich eher dem Stil der 70er Jahre verschreibt, während „Low“ sich mit psychedelisch orgelnden Klängen an deutlichen Elementen der 60s bedient.

Wer von Künstler und Platte bislang noch nichts gehört hat, sollte dies wohl schleunigst ändern – denn „Head In The Dirt“ hat sehr gute Chancen in diversen Bestenlisten des Jahres 2013 keine unerhebliche Rolle zu spielen!

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