Albumcheck | Tales Of Us von Goldfrapp

Golfrapp haben mit „Tales Of Us“ ihr bis dato intimstes und ambitioniertestes Werk veröffentlicht. Vorbote war die großartige Single „Drew“, von der man sich bereits überzeugen konnte. Das sechste Album der Band wurde von Alison Goldfrapp und Will Gregory geschrieben.

Produziert und aufgenommen wurde das Werk in ihrem Studio auf dem Land in Westengland. Es bedurfte zwei Jahre bis das erzählerischste, kinematografischste und intimste Album von Goldfrapp fertig gestellt war.

Es bietet bewegende Charakterbilder und Reflexionen über abseitige Liebesaffären, Ungewissheiten, Halluzinationen, Märchen und moderne Moritaten, aber auch Momente von Erlösung; geronnen in Songs, in Poesie, die Goldfrapps Musik an einen bislang unbestrittenen Ort führen.

Eingebettet auf zarte Streicherklänge finden sich ruhige Klaviertöne wieder, die mit der ruhenden Stimme von Alison Goldfrapp garniert sind. Zugleich demonstriert Goldfrapp mit dem aktuellen Album eine 180° Wende ferab des Glamours und dem bisherigen Sound des britischen Duos.

Hier man muss der Zuhörer mit Gefühl herangehen, um die Wirkungsweise des Longplayers komplett zu erfassen. Er sprüht förmlich voller Ruhe und Gelassenheit. Neben intimen und intensiven Melodien, die teilweise ins melancholische abgleiten, gibt es einzigartige Klangwelten zu vernehmen.

Aufwendiger und tanzbarer Pop ist hier weniger zu finden, was zwar auf der einen Seite ziemlich schade ist, auf der anderen Seite Goldfrapp ein ganz neues Gesicht verleiht.

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