Soundtrackcheck | „Star Trek Into Darkness – Music From The Motion Picture“ von Michael Giacchino

Soundtracks sind ja immer wieder eine recht schwierige Angelegenheit – vor allem wenn es sich dabei auch noch um bildgewaltige Blockbuster handelt. Und auch der Soundtrack zum neuesten Sci-Fi-Abenteuer „Stark Trek Into Darkness“ ist da leider keine Ausnahme.

Aber natürlich gibt es diese Ausnahmen prinzipiell durchaus. Nur ist es eben meist vor allem eine Zusammenstellung herkömmlicher SONGS, die auch im heimischen Wohnzimmer am besten funktioniert. Instrumentale Soundtracks hingegen sind eine ganze Ecke schwieriger, und können meist nur dann als eigenständiges Produkt überleben, wenn sich die Herangehensweise vom gängigen Schema abhebt.

So etwa durch das experimentieren mit anderen Klängen, wie Beimengung elektronischer Musik, oder das Durchschreiten verschiedener Genres, was der Musik einen größeren Reiz verleiht. Doch meistens muss man sich diesbezüglich keine großen Hoffnungen machen, legten doch selbst elektronische Sound-Architekten wie Daft Punk oder M83 mit ihren Soundtrack-Versuchen der vergangenen Jahre grandiose Bauchlandungen hin.

Komponist Michael Giacchino macht es sich da auf dem Soundtrack zum neuen Star-Trek-Film nicht weiter schwer, und macht eben genau dasselbe, was gefühlte 99% aller Soundtrack-Komponisten tun: er packt das Orchester aus. Man will aber nicht groß meckern, würde es doch auch recht eigenartig wirken, wenn Kirk und Spock zu Klängen von Rock- oder Pop-Hits durch’s Weltall hüpfen würden. Eine Untermalung mit gezielt gesetzten, die Stimmung untermalenden orchestralen Klängen funktioniert auf der Kinoleinwand dann meist doch am besten. Aber genau das ist ja der Knackpunkt bei so etwas: in den Film eingebettet mag das alles unglaublich stimmig und atmosphärisch anmuten – doch ohne seine begleitenden Bilder, verliert ein instrumentaler Orchester-Soundtrack doch schnell seine Existenzberechtigung.

Es kann nun mal nicht jeder Komponist solche erhabenen und höchst memorablen  Melodien aus dem Ärmel schütteln, wie etwa ein John Williams – welcher bekanntlich höchst einprägsame Soundtracks zu Filmen wie „Star Wars“, „E.T.“, „Superman“, „Indiana Jones“, Kevin allein Zuhaus“, „Jurassic Park“ oder „Schindler’s Liste“ komponierte. Solch ein gigantisches Meisterstück darf man hier – wie bei den meisten Soundtracks – allerdings nicht erwarten.

So sollte man den Soundtrack auch hier am besten zusammen mit dem Film genießen – als separates Werk verliert es jedoch schnell an Bedeutung.

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